Wohlstand ist für jeden machbar (Teil 1)

Gastartikel von Thomas Borisch – Die Erfolgsplaner.

Ganz am Anfang gleich die schlechte Nachricht: Geldsorgen lassen sich nicht von heute auf morgen lösen und es bringt auch sehr wenig, die Verantwortung dafür anderen zu übertragen. Viele Menschen kommen zu mir und verlangen, dass ich deren Probleme löse. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um kurzfristige Engpässe oder eine nicht enden wollende Flut an finanziellen Belastungen. Der Mensch beschäftigt sich mit seinem Geld erst, wenn es fehlt. Eine Auseinandersetzung mit dem Kontostand folgt oftmals in den Momenten, wenn sich dieser nahe dem Nullpunkt oder schon im Minusbereich bewegt. Allen diesen Menschen stelle ich eine Frage: „Möchten Sie eine kurzfristige Lösung für Ihre Notlage, oder eine langfristige Verbesserung Ihrer finanziellen Situation?“ Antworten wie „Erst einmal benötige ich eine schnelle Lösung, dann können wir uns um weitere Sachen kümmern“ sind die häufigsten. Wenn ich dann entgegne, dass Sie dies gefälligst selbst in die Hand nehmen müssen, ernte ich jede Menge Verärgerung, Empörung und Zorn. Sobald sich die Aufregung gelegt hat erkläre ich selbstverständlich, wie ich meine Aussage gemeint habe und das ich gerne bei der Lösung der Probleme behilflich bin.

Gastartikel

Nun die gute Nachricht: Wohlstand und Reichtum ist für jeden machbar. Lassen Sie mich einen kleinen Einblick geben, wie jeder von Ihnen seine finanzielle Situation in
einem überschaubaren Zeitraum langfristig verbessern kann.

Viele Menschen klammern sich an die Aussagen ihrer Bankberater, Versicherungsmakler, Vertreter von Bausparkassen oder selbsternannten Finanzgurus. Einiges was empfohlen wird mag in gewisser Hinsicht auch hilfreich sein, doch oftmals nur zum Nutzen des einzelnen Beraters. Derartige Beratungen verbergen einen grundlegend falschen Ansatz. Berater und Makler sind auf die jeweiligen Produkte der einzelnen Firmen geeicht. Das Ziel heißt verkaufen, nicht helfen. So ist es in der heutigen Zeit der niedrigen Zinsen üblich, Kredite in jeglicher Form schmackhaft zu machen. Doch wer von vornherein kein Kapital besitzt, wird durch einen neuen Kredit seine Lebensqualität kaum steigern können.

Packen wir also das Übel an der Wurzel.

Schritt 1: Bauen Sie ein starkes Fundament

Für ein starkes Fundament benötigen Sie Einkommensquellen. Harte Arbeit für gutes Geld hat sich schon immer bezahlt gemacht. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle Situation. Erkundigen Sie sich, was Ihre jetzige Tätigkeit für einen Wert besitzt. Es kann sehr hilfreich sein, auch aus einem zufriedenstellendem Arbeitsverhältnis heraus, Bewerbungen zu versenden. So erhalten Sie nützliche Informationen, was Ihnen ein anderer Arbeitgeber für die gleiche Tätigkeit zahlen würde. Erkennen Sie, dass Sie Ihre Arbeitsleistung vermarkten müssen. Nur wer den Wert seiner eigenen Leistung erkennt, wird dies auch von seinem Gegenüber erhalten. Aber Achtung, bleiben Sie bitte realistisch. Sollte das Gehalt trotz allem nicht ausreichend sein, überprüfen Sie die Möglichkeiten zusätzlicher Einnahmequellen. Dies sind nicht nur Nebenjobs. Auch die Vermarktung Ihrer Hobbys kann sehr erfolgreich sein. Ergründen Sie, was Ihnen wirklich Spaß macht und was Sie besser können als andere.

Schritt 2: Kontrolle

Gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Finanzen. Behalten Sie alle Einnahmen und Ausgaben im Blick. Senken Sie unnötige Ausgaben. Prüfen Sie abgeschlossene Verträge auf ihren Nutzen. Kündigen Sie überflüssige Abos. Planen Sie Ihre Ausgaben. Hinterfragen Sie alle Ausgaben, ob diese mit Ihrem Leben und Ihren Zielen konform sind. Notieren Sie alle Fixkosten (Miete, Versicherungen, Abos, Ratenzahlungen usw.). Berechnen Sie, was Ihnen monatlich an Geld zur Verfügung steht. Verschulden Sie sich nicht für unsinnige Sachen, die in kürzester Zeit wieder an Wert verlieren. Man muss nicht alles haben und nicht jedem Trend hinterherlaufen. Sparen Sie so, dass es für Sie einen Sinn ergibt, denn es soll ja auch Freude bereiten und Sie sollen stolz sein auf das Geld was Ihnen dadurch zusätzlich zur Verfügung steht. Was nützt es, wenn Sie in 2 Jahren 2000 Euro gespart haben und dann dieses Geld innerhalb von 5 Minuten für etwas ausgeben, was Ihnen für gerade 2 Wochen einen Nutzen bringt? Dann beginnen Sie wieder bei Null. Jede Ausgabe muss einen Sinn ergeben. Es gibt nur wenige Dinge, an denen man nie sparen sollte und für die man auch vorübergehend Schulden machen kann. Dies ist alles, was für Ihr Leben notwendig und
erhaltend ist. Wenn Sie jetzt denken hier ist Ihr Auto, das Haus oder Ihr Handy gemeint, Sollten Sie noch einmal gründlich darüber nachdenken.

3. Schritt: Polster

Schaffen Sie sich ein Polster an. Gerade am Anfang ist es schwer, jeden Monat etwas Geld beiseite zu legen. Daher warten Sie nicht bis zum Monatsende, wenn schon alles aufgebraucht ist, sondern legen Sie gleich zu Beginn einen festen Betrag auf die hohe Kante. Greifen Sie dieses Geld nie an. Kommen Sie auch ohne Ihr Erspartes über die Runden. Sparen Sie mit der Zeit einen Betrag an, mit dem Sie locker 3 bis 6 Monate überleben können. Legen Sie dieses Geld möglichst gewinnbringend an. Achten Sie darauf, dass es trotzdem verfügbar bleibt für Notfälle. Notfälle gibt es nur, wenn Sie dieses Geld für überlebensnotwendige Zahlungen benötigen.

Achtung: Wenn Sie Schulden angehäuft haben, investieren Sie bitte jeden freien Euro in deren Abzahlung. Kein Geldpolster und kein Sparvertrag kann das Geld erwirtschaften, welches Sie durch die Zinslast Ihrer Schulden verlieren.

Erfahren Sie mehr, wie jeder seine finanzielle Situation verbessern kann im 2. Teil

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