Geld verliehen ohne Vertrag

Wer sein Geld ohne Vertrag verliehen hat, der hat sehr fahrlässig gehandelt. Ein schriftlicher Vertrag schafft immer ein gewissen Maß an Sicherheit, weil man so immer einen Beweis dafür hat, dass man einer Person Geld geliehen hat und diese sich wiederum an die Bedingungen des Vertrages halten muss. Warum wurde kein schriftlicher Vertrag abgeschlossen? Der Grund dafür ist eigentlich immer der gleiche. Ich als Geldgeber habe der Person vertraut.

Wie heißt es doch so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Selbst wenn man in der Familie oder im Freundeskreis Geld verleihen möchte, so ist auch hier ein schriftlicher Vertrag sehr empfehlenswert. Spätestens wenn es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt oder es wird sogar plötzlich abgestritten, dass man der Person jeweils Geld geliehen hat, so ist ein Vertrag hier sehr viel Wert.

Geld verliehen ohne Vertrag

Ich habe Geld verliehen ohne Vertrag

Hast Du keinen schriftlichen Vertrag abgeschlossen, so musst du nach Beweise dafür suchen, dass du das Geld an die Person verliehen hast. Überlege also ganz genau, wie du den Verleih deines Geldes beweisen kannst. Wurde das geliehene Geld überwiesen? Hast du das Geld per Banküberweisung an die Person überwiesen und im Verwendungszweck eine Begründung hinterlassen, so ist dies ein Beweis für das geliehene Geld. Suche außerdem nach Zeugen. Waren zum Zeitpunkt der Geldübergabe ein oder mehre Zeugen dabei, so hast du einen Beweis für den Verleih des Geldes.

Einen schriftlichen Beweis bekommen

Hier muss man etwas kreativ sein. Kommt die Person in Zahlungsschwierigkeiten, so setze diese nicht unter Druck sondern biete dieser eine Zahlungspause oder niedrigere Raten an, diese Bedingungen werden in einem schriftlichen Vertrag festgehalten.

Beispiel: Ich (dein Name) biete dir (Name des Schuldner) eine Zahlungspause von 2 Monaten an, danach zahlst du mir die Summe in Höhe von (Geldbetrag) die ich dir am (Datum) geliehen habe zurück. Die Rückzahlung erfolgt durch monatlichen Raten von 50 Euro.

Beide müssen dann noch diese Vereinbarung unterschreiben.

Erwähnung des Darlehens unter Zeugen

Des weiteren könnte man den Schuldner auch in ein Gespräch verwickeln, hierbei sollte nach ein paar Zeugen mit einbezogen werden. Zu einem passenden Zeitpunkt fragst du die Person, wann diese dir die geliehene Summe von beispielsweise 1.000 Euro wieder zurückzahlen möchte, im besten Fall nennt dieser ein Datum.

Person zahlt trotz Beweise nicht

Hast du Beweise für das Darlehen, so solltest du hier einen Anwalt einschalten, dieser kann dann weitere rechtliche Schritte einleiten. Wobei man hier Abwegen muss, ob sich dieser Weg wirklich lohnt. Liegt der Streitwert beispielsweise bei 100, 200 oder 500 Euro so sollte man hier den Kostenfaktor berücksichtigen, denn du musst erst einmal in Vorauslage gehen, sprich die Kosten für den Anwalt und die weiteren Mittel bezahlen, schnell überschreitet man hier die 100 Euro. Liegt die geliehene Summe deutlich höher, so macht es natürlich Sinn rechtliche Schritte einzuleiten sofern die Beweise vorhanden sind und der Schuldner finanziell in der Lage ist, auf lange Sicht die Summe zu begleichen.

Fazit: Ein schriftlicher Vertrag ist bei größeren Summen immer sehr zu empfehlen. Dient dieser nicht nur als Beweis sondern nimmt auch den Geldgeber von Anfang an in die Verantwortung, die gesamte Situation ernst zu nehmen. Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht? Was haltet ihr von einem schriftlichen Vertrag? Nutzt die Kommentarfunktion und teilt mir eure Meinung mit.

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