Achtung bei der Altersvorsorge – mit diesen Tipps haben Sie mehr Geld in der Tasche

Bei der Altersvorsorge ist vieles zu beachten. Wer früh genug anfängt, dem winken im Alter teils beträchtliche Summen. Jedoch muss eine gute Mischung zwischen dem Hier und Jetzt und der Altersvorsorge getroffen werden. Die beste Altersvorsorge ist ihr Geld nicht wert, wenn man in der Zwischenzeit auf zu viel verzichten muss.

Zunächst einmal ist es wichtig, für sich selbst zu entscheiden, zu welchem Anlagetyp man sich selbst zählt. Sowohl als eher risikoaffiner Mensch, als auch als risikoscheuer Investor sind die grundlegenden Überlegungen zunächst ähnlich.

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Eine sichere und gewinnbringende Anlagemöglichkeit zu finden, ist im Dschungel der Finanzdienstleistungen kein leichtes Unterfangen. Insbesondere muss beachtet werden, dass nicht der Profit und die Provision des Beraters im Vordergrund stehen, sondern die eigene Zukunftsplanung. Um dies jedoch erkennen zu können, lohnt es sich, sich zuerst über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren, bevor ggf. ein Berater kontaktiert wird.

Grundlegende Informationen zur Altersvorsorge

Als Grundregel ist dabei festzuhalten, dass nur das Geld für die Zukunft zurücklegt werden kann, welches auch tatsächlich zur Verfügung steht. Bei bestehenden Krediten ist es zunächst wichtiger, diese zurückzuzahlen, bevor die Altersvorsorge geplant wird. Im Zweifel sind die Zinsen, welche für die Rückzahlung erhoben werden, höher, als die Zinsen, welche bei der Altersvorsorge an den Kunden weitergegeben werden. Die Bank verdient schließlich mit genau dieser Spanne ihr Geld.

Bei der Altersvorsorge spielt die Laufzeit eine elementare Rolle. Bei einem heute 45-jährigen ist die Vorsorge, bei der das Geld erst in 30 Jahren zur Verfügung steht, nicht die klügste Wahl. Oft wird das voraussichtliche Rentenalter als Auszahlungszeitpunkt herangezogen. Dies ist grundsätzlich eine vernünftige Erwägung. Wenn jedoch noch einige weitere Geldausgaben geplant sind, ist eine so langfristige Planung nicht unbedingt die beste Idee. Wenn ein Kinderwunsch besteht und nach einem Haus gesucht wird, dann sollte kurzfristigen Anlagemöglichkeiten der Vorzug gegeben werden. Schön ist es natürlich, wenn für die Altersvorsorge neben dem Hauskauf noch genügend Kapital zur Verfügung steht. Es sollte zwar der Schwerpunkt auf der Rückzahlung des Kredits liegen, jedoch muss deswegen nicht auf eine Altersvorsorge verzichtet werden.

Bei der Finanzoptimierung dürfen Zusatzkosten nicht vergessen werden. Diese schmälern in jedem Fall den Gewinn und dies teils in beträchtlichem Maße. Unter Zusatzkosten versteht man Depotgebühren, Ausgabeaufschlag, Provisionen, Kontoführungsgebühren, Verwaltungskosten etc. Diese Kosten fallen teils sehr unterschiedlich aus. Wichtig ist es, an dieser Stelle zwischen einmaligen und immer wiederkehrenden Kosten zu unterscheiden. Provisionen oder ein Ausgabeaufschlag schlagen beispielsweise nur einmal zu Buche, während Gebühren und Verwaltungskosten ständige Kostenfaktoren sind.

Bei einer langfristigen Anlage kann es sich somit lohnen, die etwas höheren Anfangskosten in Kauf zu nehmen, um dadurch ständige wiederkehrende Kosten zu vermeiden. An dieser Stelle ist eine unabhängige Finanzberatung sehr hilfreich.

Bei langfristigen Anlagen, welche in der Summe zu hohen Auszahlungen führen, sowie bei hohen Einzahlungen, muss zudem der steuerliche Aspekt berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang gewährt der Staat bei der Riester-Rente, der Rürup-Rente, als auch bei der betrieblichen Altersvorsorge Steuervorteile im Sinne von Freibeträgen und Zulagen.

Etwas mehr Risiko für etwas mehr Rendite?

Für risikofreudige Anleger, bei denen die Erhöhung der Zinsen auf Kosten der Sicherheit akzeptabel erscheint, sind Aktienfonds einen Blick wert. Diese Form der Anlage kann durch regelmäßige Zahlungen sicherer gemacht werden. Wenn z.B. vierteljährlich ein Betrag in Aktien investiert wird, werden automatisch bei einem hohen Aktienkurs wenige und bei einem niedrigen Aktienkurs viele Aktien erworben. In der Gruppe der Aktienfonds gibt es natürlich sehr viele unterschiedliche Produkte. Diese reichen von sicheren bis hin zu eher spekulativen Produkten. Von letztgenannten Produkten ist jedoch Abstand zu nehmen, da zwar exorbitante Zinsen möglich sind, jedoch ebenso gut ein Totalverlust die Altersvorsorge verpuffen lassen kann.
Bei Interesse an spekulativen Finanzprodukten sollte ein gutes finanzielles Polster vorhanden sein, damit das Wagnis nicht zu einem finanziellen Desaster wird.

Eine weitere Form der Altersvorsorge stellen die Kapitallebens- und Rentenversicherungen dar. Diese sind jedoch in den wenigsten Fällen empfehlenswert. Im Gegensatz zu einstigen Traumkonditionen werden heute geringe Zinsen gezahlt. Zudem bindet man sich sehr langfristig. Wenn in den ersten Jahren, aus welchen Gründen auch immer, die Versicherung aufgelöst werden muss, weil Geld benötigt wird, so führt dies zu einem hohen Kapitalverlust, da horrende Abbruchgebühren Bestandteil dieser Verträge sind.

Alles in Kurzform

Wichtig ist es, seine eigenen Möglichkeiten zu kennen und die Zukunftsplanung entsprechend auszurichten. Die verschiedenen Finanzprodukte sollten miteinander verglichen werden. Dabei sollte besonderes Augenmerk auf Zusatzkosten gelegt werden. Zudem muss beachtet werden, dass mit zunehmender Rendite automatisch auch das Risiko der Anlage erhöht wird. Jedem muss bewusst sein, dass eine absolut sichere und zudem mit hoher Rendite versehene Anlagemöglichkeit nicht existiert. Ein gutes Mittelmaß, welches je nach Typ etwas mehr in die eine oder in die andere Richtung zeigt, ist zu empfehlen. Breit gestreute Aktienfonds bieten dabei eine gute Basis für die eigene Altersvorsorge. Eine Finanzdienstleistung ist ein wichtiger Bestandteil der eigenen finanziellen Zukunft, daher sollte man nicht davor zurückschrecken, den Finanzberater zu wechseln, wenn man sich unverstanden fühlt.

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