Wo kann man Geld sparen?

Ihr könnt überall Geld sparen. Zuerst solltet ihr euch einen finanziellen Überblick erstellen, dieser zeigt euch ganz genau, wo ihr Geld sparen könnt. Beim Sparen solltet ihr euch eine Strategie festlegen und Schritt für Schritt die Ausgaben senken. Es ist nicht sehr sinnvoll, wahllos irgendwelche Spartipps anzuwenden. Nehmt euch die Zeit und senkt die Kosten jeder einzelnen Ausgabe.

Werden die Spartipps von euch richtig umgesetzt, so machen sich diese bereits nach kurzer Zeit positiv auf eurem Konto bemerkbar. Nutzt diesen Überschuss und baut euch ein finanzielles Polster auf. Legt euch am besten hierzu ein zusätzliches Konto an, ein Tagesgeldkonto eignet sehr gut dafür. Dieses Konto müsst ihr euch wie ein Sparschwein vorstellen, was immer größer wird, welches euch somit als zusätzliche Motivation dienen kann.

Wo Geld sparen

Das eigene Konsumverhalten überprüfen

Das eigenen Konsumverhalten kann maßgeblich dafür verantwortlich sein, dass ihr deutlich mehr Geld im Monat ausgebt als eigentlich nötig. Im Artikel ,,Stress kostet Geld“ habe ich bereits darüber berichtet, welche unbewussten Faktoren unser Konsumverhalten beeinflussen und somit zu erhöhten Ausgaben führen können.

Nützliche Artikel zu diesem Thema:

  • Wann ist eine Geldausgabe sinnvoll? – Die Beantwortung dieser Frage kann man sehr einfach mit einer Gegenfrage beantworten und zwar: Werde ich von dieser Geldausgabe profitieren? Oder etwas anders formuliert. Welche positiven Vorteile ziehe ich daraus?

Die eigene Bequemlichkeit überprüfen

Die eigene Bequemlichkeit kann sehr schnell zu erhöhten Ausgaben führen, die uns auf den ersten Blick gar nicht so bewusst sind. Ihr möchtet ein Beispiel? Der tägliche Coffee-to-Go für 1,50 Euro summiert sich bei 20 Arbeitstagen im Monat auf 30 Euro. Die 5 Pizzen im Monat zum Abendbrot für 10 Euro belaufen sich auf 50 Euro. Zwei einfache Beispiele für Bequemlichkeit, wo sich die Kosten in einem Jahr auf 960 Euro summieren. Hier wird es also offensichtlich, welches Sparpotential es hierbei geben kann.

Bei den Energiekosten sparen

Die Energiekosten (Strom, Wasser, Gas, Heizöl, usw.) dürften bei den meisten Leute eine der größten Kostenstellen im Haushalt sein, was allerdings nicht so bleiben muss, da sich dieser Kostenfaktor mit wenigen Spartipps bereits deutlich reduzieren lässt. Ob der Verzicht auf den Standby-Modus, die Reduzierung der Raumtemperatur um 2 bis 3° C oder der Wechsel zu einem günstigeren Anbieters, solche und noch weitere Tipps können die Energiekosten senken.

Nützliche Artikel zu diesem Thema:

  • Energie sparen – Verzicht auf den Standby-Modus – Der ein oder mag es vielleicht nicht glauben, aber der Standby-Modus verbraucht bei einer Vierköpfigen Familie jedes Jahr einen Stromverbrauch von 80 bis 100 Euro, häufig sogar noch mehr.
  • Energie sparen – Mit LED Lampen – Energiesparlampen sind immer weiter auf dem Vormarsch, nachdem die EU die Glühbirnen immer mehr auf den Geschäften verband, so bleibt der Umstieg für den Verbraucher unausweichlich.

Bei den Autokosten sparen

Wer von euch ein eigenes Auto besitzt, der weiß ganz genau, welche Kosten das Fahrzeug im Monat für den Unterhalt und der Nutzung verursacht. Die Ausgaben lassen sich hierbei in zwei Gruppen unterteilen. So gibt es die statischen Kosten, welche über einen längeren Zeitraum gleich bleiben, darunter zählen besonders die Versicherungskosten. Diese Ausgaben lassen sich durch einen Versicherungsvergleich mit anderen Angeboten senken. Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um die variablen Kosten, welche sich stetig ändern könne und sehr leicht zu beeinflussen sind bzw. der Fahrer hauptsächlich für diese Ausgaben verantwortlich ist. Eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten diese Kosten beim Auto zu senken ist, sich eine ökonomische vorausschauende Fahrweise anzueignen. Mit dieser lassen sich die Kraftstoff-und Verschleißkosten im Jahr um bis zu 30% senken, wenn nicht sogar noch mehr.

Nützliche Artikel zu diesem Thema:

  • Geld sparen beim Autofahren – Die Benzinpreise scheinen nach oben hin keine Grenzen mehr zu kennen. Gerade wer täglich mit seinem Auto unterwegs ist, muss immer tiefer in den Geldbeutel greifen.
  • Geld sparen beim Autokauf – Der Kauf eines Autos ist eine Investition die man nicht jeden Tag macht, zudem ist diese gerade bei Neuwagen in der Regel für die meisten Leute auch noch eine teure Angelegenheit.

Bei Gebühren und Finanzierungskosten sparen

Auch diesen Kosten sollte man auf keinen Fall unterschätzen. So summiert sich beispielsweise die monatlich Gebühr von 10 Euro des eigenen Girokontos im Jahr auf 120 Euro, welche man sich eigentlich durch ein kostenloses Konto bei einer Direktbank sparen kann. Wer einen Kredit gerade abbezahlt, sollte sich die Finanzierungskosten genauer unter die Lupe nehmen, mitunter zahlt man deutlich mehr als eigentlich nötig, ein günstigerer Kredit mit besseren Konditionen ist hierbei die Lösung.

Fazit: Wo man Geld sparen kann ist also offensichtlich. Die Erstellung eines finanziellen Überblick sollte immer der erste Schritt sein, weil dieser sofort zeigen kann, wo man als erstes mit dem Geld sparen beginnen kann. Anschließend kann man sich den einzelnen Ausgaben zuwenden und diese senken. Machen sich die Spartipps finanziell bemerkbar, so sollte man diesen Überschuss dazu nutzen und sich ein finanzielles Polster aufbauen.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. In Firmen werden solche Sparpotenziale mit ABC-XYZ-Analysen aufgedeckt.
    Man unterteilt seine Ausgaben nach A=teuer, B=mittel, C=billig. Also sowas wie Fernseher und Auto wäre A, sowas wie Käse und Brot C.
    Dann bei XYZ macht man X=häufig, y=mittel, Z=selten.

    Die Erkenntnisse sehen dann ungefähr so aus:
    „Oh, ich habe einen teuren Fernseher gekauft, aber der hält dann 10 Jahre.“ 50 EUR mehr oder weniger sind dort egal. Aber wenn man dann sieht, dass man 10% seines Einkommens für Strom und Gas ausgibt, dann merkt man sofort, wo man den Hebel ansetzen muss.

    Andererseits deckt die Analyse zum Beispiel auf, dass man im Jahr 200 EUR für Käse ausgibt. Wenn man im Regal weiter unten suchen würde, dann könnte man da 100 EUR draus machen.

    Ist zwar sehr aufwändig das so zu machen, aber ein paar Hundert Euro könnten durchaus drin sein.

    Bei Benzin zum Beispiel versuchen viele zu sparen, was ich für totalen Unsinn halte. Ich tanke 15 mal im Jahr für ca. 50 EUR. Wenn ich da zum Billiganbieter fahre, dann könnte ich jedesmal vielleicht 1 EUR rausholen. So ein Betrag wäre mir zum Beispiel völlig egal.

    Genau für solche Unvernunft ist die Analyse optimal

  2. Guten Tag,
    wir haben alles überprüft. Wir haben nicht nur A+++-Geräte und überall LED, sondern auch den Anbieter gewechselt (Vergleichsportal genutzt und Bonus kassiert). Wir als drei-Personenhaushalt, haben laut Stromrechnung den Stromverbrauch eines 1-Personenhaushaltes. Mein Mann hat jetzt ein Nahverkehrsabo (jederzeit kündbar), das zwar jeden Monat wie bisher kostet, jedoch ist Monat 11 und 12 kostenlos.
    Im Januar sind die teuren Handyverträge der Telekom dran. Ich bin momentan am schauen und vergleichen. Ich habe mir selbst ein günstiges Smartphone gekauft und hoffe das ich All-Net-Flat und Internet (am besten LTE) für unter 20 Euro bekomme. Ich alleine zahle pro Monat für mein Handy momentan 45 Euro. Festnetz haben wir schon im Frühjahr gekündigt, da wir es nicht gebraucht haben (Ersparnis pro Jahr 360 Euro). Man hinterfragt so viele Budgetposten nicht.

    Viele Grüße,

    Frau Heller
    http://www.aufhellerundpfennig.com

  3. Die eigene Bequemlichkeit ist aus meiner Sicht der größte Geldsparfaktor. Das könnte man doch gebrauchen und dieses hier sieht auch gut aus, ratzfatz kleckert sich da übers Jahr ein Betrag zusammen, der sich hätte vermeiden lassen. Nur ist hier Disziplin gefragt und das ist ohne einen Plan schwer umzusetzen.

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