Wieviel Geld für die Rente zurücklegen?

Heutzutage ist es immer sehr empfehlenswert, dass man zusätzlich Geld für seine Rente zurückgelegt. Je früher man damit anfängt, desto mehr Geld hat man im Alter. Gerade für junge Leute ist es daher sehr wichtig, nicht nur an das hier und jetzt zu denken sondern auch an später. Sicherlich könnte man das Geld auch anderweitig ausgeben, jedoch sind Rücklagen für die Altersvorsorge sehr wichtig, zumindest dann, wenn man seinen bisherigen Lebensstandard weiterleben möchte.

Geld sparen für die Rente

Wie viel Geld soll ich monatlich für die Rente zurücklegen?

Dies hängt natürlich von deiner finanziellen Situation ab. Je mehr Geld man jetzt zurückgelegt, desto besser ist es im Alter. Dennoch lassen sich schon mit sehr kleinen Beträgen über langen Zeitraum größere finanzielle Polster schaffen. Hierzu habe ich nachfolgend eine Liste aufgestellt, die zeigt, wie viel Geld man sparen würde, wenn man 40 Jahre lang zusätzlich etwas für seine Rente tut.

Sparbetrag im Rentenalter:

  • Bei einem monatlichen Betrag von 50 € verfüge ich nach 40 Jahren über 24.000 €.
  • Bei einem monatlichen Betrag von 80 € verfüge ich nach 40 Jahren über 38.400 €.
  • Bei einem monatlichen Betrag von 100 € verfüge ich nach 40 Jahren über 48.000 €.
  • Bei einem monatlichen Betrag von 200 € verfüge ich nach 40 Jahren über 96.000 €.
  • Bei einem monatlichen Betrag von 500 € verfüge ich nach 40 Jahren über 240.000 €.

Hierbei handelt es sich um die reine Sparsumme. Würde man das Geld jetzt noch in eine Geldanlage einzahlen, so kommen hier noch die Zinserträge hinzu.

Der derzeitige Lebensstandard dient als Orientierung

Letztendlich muss man so viel Geld zurücklegen, so dass der bisherige Lebensstandard erhalten bleibt. Hierzu sollte man sich eine Tabelle anlegen mit allen monatlichen Einnahmen und Ausgaben, diese dienen dann als Orientierung. Verständlicherweise muss man hier alle Kosten herausrechnen, die beim Eintritt ins Rentenalter nicht mehr anfallen.

Zu diesen Kosten zählen unter anderem die Kosten für die Kinder, eventuell die Miete wenn ein Eigenheim vorhanden ist, die monatliche Rate für die Finanzierung des Hauses und noch ein paar weitere Dinge.

Zu den Ausgaben sollten aber auch weitere Kostenpunkte berücksichtigt werden wie die Geburtstags-und Weihnachtsgeschenke für die Enkelkinder, Urlaubsfahrten oder weitere Hobbys.

Monatlichen Ausgaben Rente

Wurden diese Kosten abgezogen, so bleiben die Ausgaben im Monat übrig, die man dann auch weiterhin begleichen muss. Wer von euch bereits weiß, wie viel Rente man bekommt, so habt ihr einen guten Überblick darüber, wie viel ihr zusätzlich für die Altersvorsorge tun müsst.

Liegen meine monatlichen Ausgaben im Rentenalter bei meinem bisherigen Lebensstandard bei 1200 € und ich bekomme monatlich 1000 € an gesetzliche Rente ausgezahlt, so wäre es hier bereits angebracht monatlich 200 € extra zur Seite zu legen.

Eine passende Geldanlage für die Altersvorsorge finden

Nun liegt es nah, dass man sein Geld nicht in der Wohnung aufbewahren und dieses lieber anlegen möchte. Persönlich kann ich euch hierbei nur raten, sich im Vorfeld selbst über passende Geldanlage für die Altersvorsorge zu informieren, bevor man dann letztendlich eine Bank Berater oder Anlageberater aufsucht. Sicherlich wäre sie einfach zu sagen, man schließt einfach eine Lebensversicherung ab oder kauft sich ein bis zwei Wohnungen, um dann von den Mieteinnahmen zu leben oder man sucht sich eine Anlage die scheinbar im ersten Augenblick hoher Renditen verspricht.

Passende Geldanlagen Rente

Doch es ist wohl kein großes Geheimnis, dass dies ohne Hintergrundinformationen nicht immer die beste Lösung ist. Wie oft wird immer wieder darüber berichtet, dass die Geldanlagen fürs Alter plötzlich nicht das Versprechen, wovon man geglaubt hat, dass das die richtige Altersvorsorge ist.

Ein Eigenheim als Altersvorsorge

Diesen Punkt habe ich bereits öfters hier im Blog angesprochen.Unter Berücksichtigung einiger wichtiger Dinge kann ein eigenes Haus oder eine eigene Eigentumswohnung als Altersvorsorge dienen. Natürlich ist es in jungen Jahren einfach zu sagen, man baut ein Haus, um später mal keine Miete zu zahlen, was im ersten Augenblick für spätere Rentenalter durchaus Sinn ergibt, da die monatlichen Mietzahlungen entfallen.

Zu diesem Thema gibt es hier zwei sehr interessante Artikel:

Doch solch ein Haus verursacht auch Kosten und diese sollte man nicht außer Acht lassen, besonders dann nicht, wenn man über 30 oder 40 Jahre und mehr sein Haus mittels Darlehen oder Kredit von der Bank finanziert.

Fazit: Geld sparen die Altersvorsorge macht immer Sinn und gerade junge Leute sollten hierbei auch an später denken, selbst wenn es dabei nicht immer leicht fällt, 100 oder 200 € im Monat zur Seite zu packen und nicht auszugeben.

Eure Meinung ist gefragt. Wie viel Geld legt ihr monatlich für eure spätere Altersvorsorge zurück? Nutzt die Kommentarfunktion und teilt eure Erfahrungen und Tipps.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ach du meine Güte. Nach deiner Rechnung hat man ja mit 40€ und 40 Jahren gerade mal ein durchschnittliches Jahresgehalt gesparrt. Ich spare insges. ca. 60€ im Monat, davon werde ich auch nicht reich. Aber mein derzeitiges Einkommen lässt zur Zeit keine weiteren Ausgaben zu. Mein Traum ist außerdem ein Eigenheim, so dass ich im Alter wenigstens keine Miete mehr zahlen muss. Das Haus muss dann aber auch ordentlich in Schuss sein, nicht das man dann das ganze Ersparte darein steckt. Ein bisschen habe ich Angst davor, was mal ist, wenn ich bzw. wir alle alt sind. Es wird sicher eine riesengroße Altersarmut geben und eine sehr hohe Staatsverschuldung um wenigstens eine Grundrente zu sichern.

    • Das Problem mit der Rente ließe sich ganz einfach beheben. Nach meiner Meinung ist eine Grundrente von 1.000 Euro die beste Lösung, diese Rente erhält jeder Bürger in Deutschland, egal ob du Normalverdiener bist oder Millionär. Wer dann noch mehr Rente beziehen möchte, der muss dann privat vorsorgen.

  2. Vielen Dank für den informativen Beitrag. Ich hatte meinen Bedarf über einen Rentenschätzer ermittelt. Die fehlende Differenz hole ich mir über Riester und Tagesgeld. Bin mit rund 150 Euro im Monat dabei. Mal sehen, ob es später reicht. Am Ende sind wir schlauer.

    Die Idee mit der Grundrente hat Ihren gewissen Reiz, ist aber von mir nicht im Detail überblickbar. Gerade sehr einfach aussehende Lösungen, sind meist problematisch im Detail.

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