Wenig Zeit bei der Wahl der Geldanlage

Diesen wichtigen Ansatz hatte ich bereits im Artikel ,,Deshalb verlieren Anleger ihr Geld“ bereits beschrieben. Wer sich zu wenig Zeit für die Auswahl der richtigen Geldanlage nimmt, der läuft sehr schnell Gefahr, die falsche Anlage zu wählen, die gar nicht zu einem selbst passt oder man damit sogar Geld verliert. Für die Wahl der richtigen Geldanlage sollte man sich so viel Zeit nehmen, wie man letztendlich benötigt, bis man die passende Anlage gefunden hat. Es ist doch immer wieder eigenartig, beim Kauf eines neuen Autos fahren die Leute von Autohaus zu Autohaus – lesen Automobilzeitschriften und schauen sich Reportagen im TV an. Mitunter dauert diese Prozedur ein paar Wochen oder Monaten. Wie sieht es bei der Wahl der Geldanlage aus? Hier wird ein Beratungsgespräch mit der Bank vereinbart, was dann 30 bis 40 Minuten dauert, die meisten Leute nicht wirklich etwas verstanden haben, jedoch dann, ihre Unterschrift unter den Anlagevertrag setzen. Dabei bieten Portale wie etwa schnellsparen.de einfache und kompetente Beratung für unerfahrene Anleger. Eine Auswahl an typischen Fehlern möchte ich ein jetzt gerne vorstellen.

Wahl der Geldanlage

Das Risiko der Anlage unterschätzt

Je höher die Rendite, desto höher ist das Risiko. Dies ist ein ganz einfacher Grundsatz, der für alle Anlagen gilt. Es ist zwar mehr als verständlich, dass man das Beste aus seinem angesparten Geld herausholen möchte. Allerdings sollte man eine Anlage nicht nur durch die Höhe der Rendite bemessen, sondern auch weitere wichtige Kriterien hinzuziehen.

Anlagezeitraum bei festverzinslich Anlegen unterschätzt

Bei festverzinslich Geldanlagen wie beispielsweise dem Festgeld wird das Geld über einen längeren Zeitraum fest angelegt. Während dieser Zeit kann man über sein Geld nicht verfügen bzw. bei einer vorzeitigen Kündigung muss man mit Verlusten rechnen. Der größte Fehler bei solchen festverzinslichen Anlagen ist, sich nicht darüber im klaren zu sein, ob man längere Zeit auf das Geld verzichten kann oder eben nicht.

Die monatliche Sparrate wurde unterschätzt

Es gibt Geldanlagen wie das Tagesgeld, wo man nach belieben sein Geld einzahlen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob ich in diesem Monat 500 Euro auf mein Festgeldkonto einzahle, im nächsten Monat 10 Euro oder im übernächsten Monat mal gar nichts. Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn man sich für eine Anlage mit einer monatlichen Sparrate entschieden hat, die über mehrere Jahre läuft. Zwei klassische Beispiel ist hier der Bausparvertrag und die Lebensversicherung. So wurde bei Vertragsabschluss eine zu dieser Zeit machbare monatliche Rate festgelegt, wurde diese aber zu groß bemessen, weil man zu diesem Zeitpunkt sehr liquide war, so kann sich dies über einen längeren Zeitraum auch als Nachteil herausstellen. So mag am Anfang die monatliche Rate für die Lebensversicherung von 500 Euro machbar gewesen sein, kommt es jedoch einmal zu einem finanziellen Engpass oder man plant größere Investition (Haus,Auto, usw.), so können diese 500 Euro sich als Belastung herausstellen.

Fehler beim Geld anlegen in Aktien

Mit Aktien kann man eine sehr gute Rendite erzielen. Der Kauf und Verkauf von Aktien mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, was er auf der rein technischen Seite auch ist. Hier kann man jedoch sehr viel falsch machen. Der häufigste Fehler den Anleger machen – ist der Beginn des Handeln mit Wertpapieren ohne das nötige Grundwissen. Es werden ohne jegliche Kenntnisse Aktien gekauft und wieder verkauft, was in den meisten Fällen dazu führt, dass das eingesetzte Kapital in binnen von Tagen erheblich gemindert wird. Des Weiteren wird auch sehr häufig der zeitliche Arbeitsaufwand beim Handel mit Aktien unterschätzt. Selbst wenn man langfristig seinen Fokus auf die Dividende legt, so muss man bei seinen Aktienpakete stets auf den neuesten Stand bleiben.

Informationen über Geldanlagen gibt es kostenlos

Im Internet gibt es ein reiches Angebot an Informationen, diese müssen nur genutzt werden. Dabei reicht es häufig schon aus, wenn man sich über die jeweiligen Anlagen im groben informiert. Möchte ich mein Geld sicher anlegen und mein Bankberater bietet mir Zertifikate oder Genussscheine an, weil die Zukunftsaussichten im ersten Moment rosig erscheinen, so setze ich hier nicht sofort meine Unterschrift unter die Anlage, sondern vereinbaren einen neuen Termin. Schnell zu Hause im Internet informiert und schon wird klar, dass das Risiko sehr hoch ist und es sich hierbei um eine spekulative Anlage handelt. Sehr gute Informationsquellen sind Finanzportale und Blogs, als Beispiel soll mir hier schnellsparen.de dienen.

Fazit: Wer auf der Suche nach einer Geldanlage ist, der sollte sich genügend Zeit lassen. Es gibt Hunderte von Möglichkeiten sein Geld anzulegen und wer sich nicht jeden Tag mit diesem Themengebiet befasst, der trifft mitunter sogar eine sehr ungünstige Entscheidung.

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  1. Ich halte es auch für sehr sinnvoll, dass man sich bei der Geldanlage sehr viel Zeit nimmt. Denn heutzutage haben wir es mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten zu tun und wegen der derzeitigen Niedrigzinspolitik fehlt oftmals das Wissen darüber wie sich das Vermögen noch gewinnbringend anlegen lässt. Dahingehend ist es umso wichtiger, dass man sich eingehend mit den unterschiedlichen Alternativen auseinandersetzt und sich für die Anlagen entscheidet, die zum eigenen Anlagetyp passen. Die Anlage in risikobehaftete Wertpapiere sei auch nur denjenigen anzuraten, die über ausreichend Marktkenntnisse verfügen und das Verlustrisiko nicht fürchten. Möchte man mit seiner Geldanlage eine größtmögliche Rendite erzielen, sollte man dieses in mehrere Kapitalanlagen investieren. Denn gerade durch die Streuung des Kapitals profitiert man von den unterschiedlichen Zinsentwicklungen der Märkte.

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