Was kostet ein Auto im Monat?

Ein Auto kostet Geld. Schaut man sich einmal die Kosten im Monat etwas genauer an, wo wird der ein oder andere von euch erstaunt sein, wie hoch die tatsächlichen Kosten eigentlich sind. Es wäre ein Fehler, wenn man nur die Beträge der Tankquittungen addiert und glaubt, so viel koste das eigene Auto im Monat. Ein Auto ist im Monat wesentlich teurer.

Steuern und Versicherungen

Auch wenn die Steuern bzw. PKW-Maut in der Regel nur einmal im Jahr fällig wird, so könnte man diese auch Monat für Monat aufsplitten. Je nach Art des PKW liegen die Steuern durchschnittlich zwischen 100 bis 300 Euro im Jahr, dies macht eine monatliche Ausgabe von 8,30 bis 25 Euro. Kommen wir zur KFZ-Haftpflichtversicherung, um diese kommt man als Autobesitzer nicht herum, da es sich hierbei um eine Pflichtversicherung handelt. Bei dieser Versicherung hat man die Möglichkeit, die Beiträge einmal im Jahr zu bezahlen, meistens im Januar, halbjährlich oder Quartalsweise. Die Kosten sind auch hierbei abhängig von der Art des Fahrzeuges und der jeweiligen Schadensfreiheitsklasse des Autofahrers bzw. Fahrzeughalters. 500 bis 2400 Euro im Jahr an Versicherungsbeiträgen kann man hier einplanen, die Kosten belaufen sich im Monat also auf 41,66 bis 200 Euro. Ich persönlich finde es zudem sehr sinnvoll, wenn man zusätzlich eine Verkehrsrechtsschutzversicherung abschließt, diese kostet im Jahr zwischen 40 bis 60 Euro.

Rote Ampel

Die monatlichen Kraftstoffkosten

Wer beruflich viel mit dem Auto unterwegs oder dieses benötigt, um jeden Tag zur Arbeit zu fahren, der weiß, wie hoch die Kraftstoffkosten im Monat werden können. Nicht selten betragen die monatlichen Kosten bei Berufspendlern hier monatliche zwischen 300 bis 400 Euro. Die Pendlerpauschale ist dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, weil bei den 25 Cent pro Kilometer nicht nur Kraftstoffverbrauch mit einbegriffen ist, sondern auch noch der Verschleiß des Autos.

Allerdings sind die Kraftstoffkosten einer der Punkte, die man selbst beeinflussen kann. Sehr gut lässt sich dies in der allmorgendlichen Rushhour beobachten. Viele Autofahrer zeigen sich hier nicht gerade von ihrer besten Seiten und es scheint hierbei mehr als offensichtlich zu sein, dass es sehr viele schlechte Autofahrer gibt. So fahren diese dem Vordermann sehr dicht auf, gebremst wird stets auf die letzte Minute, schaltet die Ampel auf Grün – so wird das Gaspedal voll durchgetreten und dies geschieht alles nur, weil die Leute noch pünktlich ihre Arbeitsstelle erreichen möchten. Und warum solch eine Fahrweise? Weil diese Autofahrer viel zu spät von zu Hause losfahren und dabei glauben, durch Geschwindigkeit die verlorenen Zeit wieder aufzuholen, dies mag auf einer Rennstrecke funktionieren, im Straßenverkehr jedoch nicht.

Wer hingegen eine vorausschauende Fahrweise an den Tag legt, der kann hierbei 20 bis 30 Prozent an Benzin oder Diesel einsparen. Bei monatlichen Kraftstoffkosten von 300 bis 400 Euro macht dies eine Ersparnis von 60 bis 120 Euro. Weitere nützliche Spartipps finden ihr im Artikel ,, Geld sparen beim Autofahren “ und ,, Geld sparen beim Tanken “ .

Die Kosten für die Reparatur

Diese Kosten fallen zwar nicht jeden Monat an, es ist allerdings sehr ratsam, jeden Monat ein paar Euro zur Seite zu legen. Sollte es einmal zu einer Reparatur kommen, so wird man von den Kosten dann nicht überrumpelt, weil man genau dafür extra die Ersparnisse hat. Ein Kostenfaktor lässt sich generell nicht vermeiden und dies sind die Kosten für die Abgasuntersuchung und der TÜV oder Dekra-Prüfung alle 2 bis 3 Jahre. Und während dieser Zeit sollte man je nach Auto zusätzliche Ausgaben alleine für das Wechseln der Bremsen von 200 bis 400 Euro einplanen. Wie viel Geld sollte man im Monat für die Reparaturen sparen? Dies hängt vom Hersteller des Autos ab. 30 bis 50 Euro sollten es hierbei allerdings schon sein.

Nicht alle drei Jahre ein neues Auto kaufen

Es gibt es viele Leute, die sich alle drei bis vier Jahr ein neues Auto kaufen. Sehr häufig mit der Annahmen, dass der Kauf eines Neuwagen günstiger sei, als wenn man sein bisheriges Fahrzeug behalten würde, weil dort mit der Zeit auch mal Reparaturen anfallen können. Dies ist allerdings eine völlige Fehleinschätzung, da ein Großteil der Autokäufe mittels Finanzierung getätigt werden. Es mag daher für viele sehr praktisch und verlockend sein, wenn das Autohaus alle 2 bis 3 Jahre das Nachfolgemodell vorstellt, zur Probefahrt eingeladen wird und man letztendlich nichts weiter machen muss, als, die bisherige Finanzierung zu verlängern. Dies mag zwar für viele Leute sicherlich für das eigene Ego gut sein, weil man schon wieder ein neues Auto hat und es gibt auch wieder eine Neuwagengarantie, wer jedoch einmal genau nachrechnet, der wird mit erstaunen feststellen, wie teuer diese Einstellung werden kann.

Warum ist der Gebrauchtwagen günstiger? Irgendwann kommt der Punkt, wo das Fahrzeug abbezahlt ist und die monatliche Ratenzahlung entfällt. Nehmen wir einmal an, diese betrug bis jetzt 300 Euro im Monat. Diese steht mir jetzt wieder im vollem Umfang zur Verfügung. Von diesen 300 Euro nehme ich 50 Euro im Monat und zahle diese Summe auf ein extra Konto ein, nennen wir es Reparaturkonto, somit hätte sich bereits nach 12 Monaten hier eine Summe von 600 Euro angesammelt, in 2 Jahren bereits 1.200 Euro und in 5 Jahren wären wir bereits bei einer Summe von 3.000 Euro. Selbst wenn pro Jahr 200 bis 300 Euro an Reparaturkosten anfallen würden, was jedoch bei einer vernünftigen Fahrweise nicht der Fall sein dürfte, so ist dies immer noch günstiger, als eine permanente Finanzierung. Da ich hier weiterhin Monat für Monat die 300 Euro an Ratenzahlung leisten muss. Es geht jedoch noch weiter. Durch den ständige Austausch der Autos bleiben die Beiträge für die Haftpflichtversicherung immer auf einem höherem Niveau, während diese bei älteren Fahrzeugen mit der Zeit immer weiter sinken.

Freie Straßen

Fazit: Die Kosten für ein Auto sollte man nicht unterschätzen. Der Tatsächliche monatliche Unterhalt für das Auto kann somit bei 500 Euro und mehr liegen. Bei autoscout24.de bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, der sich ebenfalls mit den kaufenden Kosten beschäftigt und die Autoren ganz ähnlicher Meinung sind, wobei es hier noch nützliche Kostenrechner gibt.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Was die schlechten Autofahrer anbelangt, viele Wissen auch garnicht mehr, wie man ordentlich Auto fährt. Die meisten Kuppeln nicht runter und lassen den Motor bremsen, sie schalten zu spät usw.
    Je nachdem wie viel man mit dem Auto fährt, ist es auch sinnvoller, das Auto früher zu verkaufen. Wir haben derzeit für unsere Monatsrate alles inbegriffen, wenn wir das Auto nach den 4 Jahren Garantie abbezahlt haben, haben wir vermutlich über 150T Kilometer drauf. Da muss man dann schon schaun, was da so an reparaturen kommt.

    • Hier gebe ich dir recht. Die Fahrweise trägt maßgeblich dazu bei, wie lange letztendlich ein Auto hält. Die Kilometer-Angst scheint bei viele Leuten vorhanden zu sein. Bei 150.000 Kilometer ist das Auto erst einmal eingefahren. Schau dir Fahrzeuge von Taxi-Unternehmen an, diese laufen mitunter 500.000 Kilometer und weit darüber hinaus. Wobei ich allerdings erwähnen muss, dass es auch ein wenig auf den Hersteller ankommt. So dürfte bekannt sein, dass gerade deutsche Autos in der ganzen Welt in Sachen Qualität einen sehr guten Ruf haben. Und wer sagt denn, dass nach 150.000 Kilometer plötzlich dein Auto kaputt geht. Vielleicht müssen eventuell mal die Spurstangen bei 180.000 Kilometer ausgetauscht werden, dies mag 600 bis 800 Euro kosten, danach hast du aber für Jahre deine Ruhe und nicht zu vergessen, dein Auto ist bereits komplett abbezahlt.

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