Warum kann ich nicht mit Geld umgehen?

Hallo liebe Leser,

wer sich diese Frage von Euch stellt, der steht damit nicht alleine da. Leider höre ich in letzter Zeit diese Frage immer wieder. Doch warum könnt ihr nicht mit Geld umgehen ? Die Antwort ist relativ einfach und für den ein oder anderen vielleicht etwas schockierend.

Weil ihr es nicht anders gelernt habt !

Die Einstellung zum Geld prägt sich schon während des Kindesalter. Auch wenn es selbst für das Kind im ersten Augenblick nicht so offensichtlich ist, so lernt es hier jedoch eine ganze Menge von seinen Eltern, Geschwistern und Verwandten, oftmals auch einen falschen Umgang bzw. der Einstellung zum Geld.

Können deine Familie und Verwandten etwas dafür ? Nein. Weil Sie es auch nicht anders gelernt haben.

Dieser ganze Prozess entwickelt sich während der Jugendzeit immer weiter und wird dann letztendlich dein ganzes späteres Leben als Erwachsener maßgeblich prägen. Beginnen tut das ganze meistens mit dem 14.Lebensjahr vielleicht in der heutigen Zeit sogar schon früher. Statussymbole (Smartphone, Markenkleidung, teures Make-up, Autos, usw.) werde immer wichtiger, es muss alles immer besser sein bzw. du musst den Trend folgen, sonst wirst Du von deinen Freunden und Klassenkameraden ausgeschlossen oder müde belächelt. Während deiner Ausbildung oder deines Studium wird dieser Prozess dann ähnlich ablaufen.

Du musst Geld ausgeben

Woraus will ich hinaus ? Du bist ständig gezwungen Geld auszugeben und davon merkst Du noch nicht einmal was. Zumindest bis zu diesen Augenblick, wo Du dir Gedanken darüber machst, warum Du nicht mit Geld umgehen kannst.

Damit Du dir dieses Leben finanzieren kannst, musst du erst mal Geld verdienen. Durch das Taschengeld, einen Nebenjob oder Ausbildungsgeld lässt sich dieser Lebensstil zum einen finanzieren. Vielen reicht dies jedoch noch nicht, dafür gibt es dann die netten Finanzierungsmöglichkeiten der Versandhäuser, Autohändler und Co .

Du musst selber etwas tun

Jeder kann verantwortungsvoll mit seinem Geld umgehen, dafür muss derjenige jedoch was tun. Möchtest du wirklich zukünftig mit deinem Geld umgehen, so bedeutet dies im ersten Schritt, sich mit dem Geld etwas näher auseinander zusetzen.

Eigeninitiative heißt das Stichwort. Warum? Es ist traurig aber wahr, sofern du dich nicht selbst mit dem Thema Finanzen beschäftigst, desto weiter wirst du deinen bisherigen Lebensstil bzw. deine Einstellung zum Geld beibehalten. Während deiner Schulausbildung, deinem Studium oder Berufsausbildung bringt ja keiner bei, wie man eigentlich mit Geld richtig umgeht. Vielleicht studierst du sogar Betriebswirtschaftslehre, macht eine Ausbildung zum Bankkaufmann/Frau oder schriebst ein Lehramt an, selbst in diesen Berufen wird dir zwar beigebracht was Geld ist oder was man damit machen kann, aber nicht wie man mit Geld richtig umgeht.

Der Umgang mit Geld hat nichts mit dem Einkommen zu tun

Es spielt dabei keine Rolle wenn du 800 €, 2500 € oder 10.000 € im Monat verdienst, wenn du nicht den Umgang mit Geld richtig gelernt hast, so wird das Geld auch beispielsweise bei 10.000 € im Monat nicht reichen. So kann jemand der nur 1000 € verdient aber richtig mit Geld umgehen kann, mehr am Ende des Monats zur Verfügung haben, als wenn jemand das Doppelte verdient und nicht mit Geld umgehen kann.

Fazit: Der richtige Umgang mit Geld ist ein Lernprozess. Wer sich ab jetzt Schritt für Schritt mit seinen eigenen Finanzen etwas näher beschäftigt, der wird zukünftig über sein eigenes Geld ganz anders denken. Dafür ist es kein Studium notwendig, es sind die vielen kleinen Dinge die letztendlich für einen besseren Umgang mit dem Geld sorgen. Hier auf meinem Blog unter der Kategorie Rund ums Geld oder Tipps zum Geld sparen findest du schon mal einige nützliche Tipps.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Finanzielle Allgemeinbildung ist in den meisten Ländern nicht vorhanden.
    Vor kurzem gelesen, dass in Amerika so gut wie niemand zum Thema Finanzen wirklich Wissen hat.
    Einige wissen dort nicht mal was Zinsen sind. Ein Wunder obwohl dort fast alles auf Kreditbasis läuft. Teils ist es wirklich nicht zu glauben aber dennoch war, dass man sich beim Thema Finanzen nur auf einen verlassen kann und zwar auf sich selbst, indem man die Wissensdefizite zum Thema Finanzen und Geld durch lernen und aneignen der Grundlagen versucht auszugleichen.

    • Auch die finanzielle Bildung scheint auch in Deutschland immer weiter abzunehmen, sie wird zwar nicht gänzlich in den Keller fallen, aber es wird sich nach meiner Meinung in den nächsten 10 bis 20 Jahren deutlich bemerkbar machen. Bemerkbar in der Hinsicht, dass wir uns noch extremer zu einer Konsumgesellschaft weiterentwickeln werden, obwohl man dies eigentlich jetzt schon behaupten könnte.

  2. mir persönlich hat das Lesen vom Buch „rich dad, poor dad“ die augen geöffnet. das kann ich wirklich jedem wärmstens empfehlen – da geht es auch darum, dass die finanzausbildung in alle schulen gehört.

    • Vielen Dank für den Buchtipp. Der Autor hat vollkommen Recht. Generell solle schon in den Schulen vielmehr über das Thema Geld geredet werden. Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass dies gar nicht so gewollt ist. Danke für dein Kommentar.

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