Warum habe ich Schulden?

Diese Frage stellen sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen. Immer mehr Verbraucher in Deutschland haben eines gemeinsam und dies sind Konsumschulden. Es ist erschreckend zu sehen, dass das Schulden machen heute für einen sehr großen Teil der Bevölkerung etwas ganz normales ist. Eigentlich ist es doch ganz einfach. Wenn ich kein Geld habe, dann kann ich auch kein Geld ausgeben. Viele Leute scheint dies jedoch nicht mehr zu interessieren, schließlich machen es ja alle so.

Konsumschulden sind eigentlich vermeidbar

Es ist kein großes Geheimnis, dass viele Schulden reine Konsumschulden sind. Wobei man hier noch etwas mehr ins Detail gehen muss, eigentlich entstehen die Schulden zum großen Teil durch Luxusbedürfnisse und einen Lebensstandard, den sich die meisten Leuten nicht leisten können, es aber trotzdem tun.

Was ist der Grund dafür? Unsere Gesellschaft definiert sich heutzutage vielfach über Statussymbole. Dies fängt schon während der Schulzeit an, entwickelt sich in der Ausbildung oder im Studium weiter und prägt sich im Berufsleben weiter aus. Dank Ratenzahlung, 0% Finanzierungen, Leasing-Verträgen, EC-und Kreditkarten sowie scheinbar günstigen Darlehen von den Banken, wird dieser Lebensstil natürlich auch noch unterstützt, schließlich möchten die Unternehmen und die Finanzwirtschaft kräftig Geld verdienen, durch immer bessere Werbung und Finanzierungsmodellen für den Verbraucher wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern.

Den Verbraucher freut es natürlich. So kann er sich alle drei Jahre ein neues Auto kaufen, weil die Leasinglaufzeit beim Autohändler auf diesen Zeitraum berechnet wurde, der große 2.000,– Euro 3DFlachbildfernseher ist als Weihnachtsgeschenk auch kein Problem mehr, weil man diesen erst in drei Monaten bezahlen muss und eine neue Einrichtung aus dem Katalog kommt auch noch mit dazu, schließlich gibt es die gesetzliche Zahlungsfrist von 30 Tagen oder es wird gleich gleich die bequeme günstige Ratenzahlung ausgewählt. So oder so ähnlich denken viele Verbrauchern und die Folgen durch solch eine Einstellung bedenken die wenigstens.

Wenn man mal beispielsweise eine Ratenzahlung vereinbart, ist dies nicht weiter schlimm, aber für viele Leute ist die Ratenzahlung inzwischen ein ganz normaler Zahlungsprozess. So summieren sich die monatlichen Belastungen immer mehr. Die Rate für den Fernseher beträgt monatlich 74,65 Euro, die Tilgung für das Auto günstige 200 Euro, die Möbelrate nur 24,23 Euro und so kommt über einen längeren Zeitraum immer mehr dazu. Die offensichtliche Gefahr erkenne hierbei nur die wenigsten. Nun könnte man meinen, dass gerade die untere Einkommensschicht davon am meisten betroffen ist, da es jetzt so einfach ist, sich auch mal etwas Teures leisten zu können, sicherlich gibt es auch hier immer wieder Fälle, aber auch die Mittelschicht ist davon betroffen. Da durch das monatliche Einkommen die ganzen Finanzierungsmodelle scheinbar noch einfacher zu händeln sind, was ein trügerisches Sicherheitsgefühl verursacht.

Wenn man plötzlich vor einem Schuldenberg steht

Solch ein Schuldenberg wächst am Anfang sehr langsam und mit der Zeit durch neue Belastungen, den Zinsen, vielleicht auch schon durch MahngebührenKompetente Beratung immer schneller. Eines sollte man auf keinen Fall machen, nämlich diese Schulden zu ignorieren oder den Kopf in den Sand zu stecken.

Entweder man findet eigene Wege und Mittel oder man sollte gleich eine kompetente Schuldnerberatung aufsuchen. Gerade der zweite Schritt ist sehr zu empfehlen, da sich die wenigsten Leute ernsthaft mit ihren Finanzen auseinandersetzen können, bekommt man bei einer Schuldnerberatung fachliche und nützliche Hilfe.

Fazit: Wer seine Schulden auf die leichte Schulter nimmt, der lebt für einen kurzen Moment sehr bequem und vielleicht auf sehr luxuriös, aber nach dieser Zeit steht derjenige vor einem riesigen Problem, was sich auf das ganze spätere Leben auswirken kann.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ich kenne das Problem. Es wird einem zu einfach gemacht und man reitet sich immer mehr hinein. Fast überall bekommt man eine Kreditkarte dazu. Man muss sie ja nicht benutzen, aber wenn man sie doch schon mal hat, warum denn nicht? So habe ich immer gedacht.

    Werde hoffentlich nie wieder in diese Situation kommen!!!

  2. Grundsätzlich sind die angesprochenen Problematiken korrekt. Ich persönlich zahle lieber mit Papiergeld als mit Karte und verzichte auf viele Sachen die ich nicht dringend brauche. Meist kommen diese Gewohnheiten aber aus dem Elternhaus und werden an die nächste Generation so weitergegeben. Viele bekommen überhaupt nicht beigebracht richtig mit Geld umzugehen und dann gibt es natürlich noch den Gruppenzwang und das soziale Umfeld wonach sich all jeder richtet. Es gibt aber auch ernsthafte Fälle bei denen man in die Schulden rutscht obwohl man eigentlich abgesichert war. Da stapelt sich das Pech in einem minimierten Zeitrahmen und dann geht das alles ziemlich schnell. Wenn es tatsächlich soweit kommt rate ich absolut jedem sich sofort an ein Inkassounternehmen zu wenden und sich professionelle Hilfe zu holen. Es ist sehr wichtig sofort zu handeln, ansonsten kann ein Rutsch in tiefe Schulden in schlimmen Fällen auch zu Depressionen führen.

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