Sichere Geldanlagen und Geld sicher anlegen

Sein Geld sicher anzulegen, ist eine sehr gute Entscheidung. Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der bekommt von den Banken eine große Auswahl an Geldanlagen. So dürfte es doch ein leichtes sein, sein Geld sicher und schnell anzulegen. Ich persönlich habe jedoch die Beobachtung gemacht, dass man hier als Anleger etwas genauer hinschauen muss. Auf den ersten Blick mögen die Geldanlagen alle gleich aussehen, was kann man da schon großartig falsch machen, da die meisten Anlagen von den Banken damit beworben werben, hier sein Geld sicher anlegen zu können. Auf den zweiten Blickt sieht es hingegen schon etwas anders aus, wer dann etwas genauer hinschaut und sich intensiver über die jeweiligen Geldanlagen informiert, der stellt plötzlich fest, wie unterschiedlich das Thema des sicheren Geldanlegens interpretiert wird.

Geld sicher anlegen Unterschiede

Sichere Geldanlagen

Fangen wir mit den sicheren Geldanlagen an. Hierbei handelt es sich im Anlagen, bei denen man sich wirklich sicher sein kann, dass das eingezahlte Geld wirklich sicher ist und keinerlei Verluste damit erzielt werden können. Bei diesen Anlagen handelt es sich um das Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch, Sparbriefe und diverse Sparpläne. Die Rendite liegt hier in der Regel zwischen 1 bis 3 Prozent. Wer sein Geld in eine der benannten Anlagen einzahlt, der hat sein Geld definitiv sicher angelegt. Eine der größten Vorteile neben der Sicherheit ist die Einfachheit der Geldanlagen. Diese Eigenschaft bringt wiederum die Annehmlichkeit mit sich, dass man zum einen – das Prinzip hinter dieser Anlage versteht und zum anderen, muss man sich um diese Anlagen nicht großartig kümmern und kann sich somit – mit anderen Dingen beschäftigen.

Geldanlagen die Sicherheit versprechen können

Neben den sicheren Geldanlagen gibt es auch Anlagen, die ebenfalls sehr viel Sicherheit vermitteln und wie bereits erwähnt, von den Banken auch so beworben werden, allerdings gibt es hier auch gewisse Nachteile und auch Risiken, die nicht sofort auf den ersten Blick offensichtlich sind. Und wer diese nicht kennt, der macht mitunter sogar Verluste.

1. Der Bausparvertrag

Hierbei handelt es sich um einen echten Klassiker. Wie sich vom Namen her ableiten lässt, ist ein Bausparvertrag für die Anschaffung einer Immobilie gedacht. Die festgelegten Zinsen für das in der Zukunft geplante Darlehen sind sicherlich ein der größten Vorteile, da diese bei Abschluss des Bausparvertrag vereinbart wurden sind, des weiteren kann man zudem auch noch von den staatlichen Förderungen profitieren. Allerdings sollte man auch die Nachteile kennen. So bekommt man die günstigen Zinsen für das Darlehen nicht ohne Grund, während der Anfangszeit des Bausparvertrag muss man hier mit einer geringen Rendite für sein eingezahlte Geldes rechnen. Des weiteren fallen bei einem Bausparvertrag diverse Bearbeitungsgebühren an, nicht selten liegen diese bei über 500 Euro, dies bedeutet wiederum, dass ein Großteil der erhaltenen Rendite in den ersten Jahren für die Bearbeitungsgebühren drauf geht.

Zwischenfazit: Solch ein Bausparvertrag eignet sich also nur für Leute, die in weiter Zukunft planen, sich eine Immobilie anzuschaffen und dafür einen Darlehen in Anspruch nehmen wollen. Wer sein Geld hingegen sicher anlegen möchte, für den ist ein Bausparvertrag ungünstig.

2. Immobilienfonds, Rentenfonds, Aktienfonds und Fondssparpläne

Mit Fonds kann man eine deutlich höhere Rendite als mit den typischen sicheren Geldanlagen erzielen. Je nach Auswahl des Fonds kann man hier sein Geld sichere anlegen, allerdings muss man hier auch wissen, dass ein gewisses Risiko immer vorhanden ist, weil Fonds immer gewissen Kursschwankungen unterliegen, auch die regelmäßigen Gebühren sollte man nicht vergessen. Des weiteren sollte man sich bei der Auswahl des richtigen Fonds viel Zeit nehmen, denn nicht jeder Fond ist für jeden Anleger geeignet. Auch muss man wissen, dass es Fonds mit einem sehr überschaubaren Risiko gibt bzw. wo die Risiken sehr gering sind und es gibt wiederum Fonds, wo die Risiken sich schon im Bereich der Spekulationen befinden, ein gutes Beispiel sind hier Schiffsfonds.

Anlagen wo man aufpassen sollte

Hellhörig sollte man werden, wenn Anlagen wie Genussscheine, Zertifikate und anderen Produkte beworben werden. Gerade Genussscheine sind hierbei ein sehr gutes Beispiel, besonders häufig findet man diese im Bereich der Energiewirtschaft (Windkraft, Solar, Pellets, Palmöl, usw.) und ähnliche innovativen Produkte, dabei habe ich hier die Beobachtung gemacht, dass an das Sicherheitsgefühl der Anleger im Bezug einer logischen Schlussfolgerung appelliert wird. So scheint im ersten Augenblick der Kauf von Genussscheinen eines Unternehmens für Windparks sehr sinnvoll, denn schließlich im Zeiten der Energiewende kann doch hier eigentlich nichts schief gehen. Wer sich bei dieser Denkweise ertappt und sich bereits die mögliche Rendite ausrechnet, der sollte erst einmal eine Pause einlegen.

Im Artikel ,,Deshalb verlieren Anleger ihr Geld“ habe ich genau diese Thema bereits angesprochen. So kann man beispielsweise mit Genussscheine eine hohe Rendite erzielen, hierbei sollte man dann aber auch die Risiken kennen. Immerhin kann die Rendite hier nicht nur geringer ausfallen oder gänzlich ausgesetzt werden, kommt das Unternehmen in finanzielle Schieflage, so kann auch das eingezahlte Geld plötzlich durch einen Totalverlust gefährdet sein.

Fazit: Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der darf sich nicht rein auf die Werbeaussagen der Banken verlassen. Es gibt sichere Geldanlagen, wo keinerlei Risiko besteht und es gibt Anlagen, die sicher sein können, jedoch muss man hier etwas genauer hinschauen.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Sichere Geldanlagen sind super. Leider stehen jedoch Rendite, Flexibilität und Sicherheit immer in Konkurrenz zueinander!

    Z.B. habe ich schon Bausparverträge gesehen, die erst nach 8 Jahren überhaupt eine positive Rendite abwerfen! Die Bausparkassen verschweigen auch gerne, dass das Darlehen gar nicht garantiert ist. Sollte der Anleger probleme mit der Bonität haben, muss die Bausparkasse das Darlehen nicht auszahlen. Dann hat der junge Sparer lange Zeit gespart und Zinsen unterhalb der Inflationsrate bekommen, um nichtmal das günstige Darlehen zu bekommen.

    Aktien, Aktienfonds werfen wenigstens Rendite ab, jedoch sollte man hier wissen, welches Risiko man eingeht.

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