Schiffsfonds

Ein Schiffsfonds hat tatsächlich etwas mit Schiffen jeglicher Art zu tun, letztendlich handelt es sich hierbei um einen geschlossenen Fonds. Viele Anleger zahlen hierbei in einen Schiffsfond bis eine gewisse Summe erreicht ist, danach wird der Fonds geschlossen. Mit dem Geld werden dann neue Schiffe gebaut oder vorhandene Schiffe gebaut oder Anteile erworben. Investiere ich Geld in einen Schiffsfond, so werde ich auch Miteigentümer des Schiffes.

Grundwissen über Schiffsfonds ist Pflicht

Schiff ist nicht gleich Schiff. Es gibt Kreuzfahrtschiffe, Öltanker, Containerschiffe, Frachter die Rohstoffe transportieren oder Schiffe für die Binnenschifffahrt. Des weiteren fahren die Schiffe auch unterschiedlich schnell, die Geschwindigkeit wird dabei in Knoten angegeben. Immer wichtiger wird der Verbrauch und demzufolge auch die Effizienz. All diese Punkte und noch viele weitere sollte man als Anleger kennen.

Schiffsfond

Welche Rendite ist bei Schiffsfonds möglich?

Schaut man sich die Versprechen der jeweiligen Gesellschaften an, so wäre eine Rendite von 7 bis 12 Prozent hier denkbar, allerdings sollte man sich davon nicht blenden lassen, besonders wenn ein Bankberater diese Anlege hoch anpreist. Investiere ich als 10.000 Euro in einen Schiffsfond, so wäre eine Rendite von 700 bis 1200 Euro hier denkbar, allerdings nur im optimalen Fall.

Wie hoch ist das Risiko bei Schiffsfonds?

Das Risiko bei Schiffsfonds ist sehr hoch, einen Totalverlust des eingesetzten Vermögens ist durchaus denkbar bzw. man kann hier auch erhebliche Verluste machen. Diese kommen aber hauptsächlich zum tragen, wenn man sich vorab nicht richtig über diese Fonds informiert hat. Bei dieser Geldanlage gibt es zwei großen Risiken, diese muss man als Anleger ganz genau kalkulieren.

Investiere ich einen Schiffsfond der zu Kauf eines neuen Schiffes gedacht ist, so spielt hierbei die Herstellung des Schiffes die wichtigste Rolle. Kommt es beim Bau zu Verzögerungen, so wirkt sich dies auch auf meinen Gewinn aus, denn schließlich verdient beispielsweise ein Containerschiff nur Geld wenn es auch fährt und nicht wenn es noch im Trockendock steht.

Das zweite große Risiko ist die Weltwirtschaft. Diese trägt maßgeblich zum Erfolg eines Schiffsfond bei. Brummt die Konjunktur, dann werden viele Waren exportiert und importiert, folglich werden viele Schiffe gebraucht, die diese Waren transportieren. Genau dieses Risiko hat in den letzten Jahre dazu geführt, dass viele Anleger sehr viel Geld verloren haben, weil die Wirtschaft durch die Immobilien-und Eurokrise erheblich gebremst wurde.

Für wen eignen sich Schiffsfonds?

Solche Schiffsfonds eignen sich nur für spekulative Anleger, die sich dem Risiko bewusst sind und im besten auch wirklich Ahnung von der Seefahrt bzw. deren Wirtschaft haben. Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der sollte von Schiffsfonds die Finger lassen.

Wenn die Bank Schiffsfonds empfiehlt

Seit ihr zum Thema Geldanlagen bei eurem Bankberater zu einem Beratungsgespräch eingeladen und dieser empfiehlt euch Schiffsfonds, so lasst euch nicht von den vielen Vorteilen sowie positiven Argumenten blenden. Macht euch den Spaß und hakt etwas genauer nach. Fragt nach den Schiffswerften, den aktuellen Preisen für Schweröl, dem derzeitigen Devisenkurs und was es beispielsweise mit der Tonnagesteuer auf sich hat, kann dieser nicht sofort darauf antworten, so wollte der Berater nur eine hohe Rendite erzielen und euch das Produkt schnellstmöglich verkaufen.

Es ist derzeit daher auch kein Wunder, dass viele Anwälte damit beschäftigt sind, für ihre Mandanten bzw. falsch bis mangelhaft beratenen Anlegern deren Ansprüche auf Entschädigung bei den Banken geltend zu machen .

Fazit: Schiffsfonds haben ein sehr hohes Risiko, wie die letzten Jahre bereits gezeigt haben, viele Anleger haben hier Geld verloren. Schiffsfonds ist nur etwas für spekulative Anleger, die sich dem Risiko bewusst sind und auch das Grundwissen beherrschen.

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