Pop-up-Stores: Verkaufsförderung und Umsatzsteigerung mit Promo-Aktionen

Innovative sowie effiziente Verkaufsmodelle sind in der modernen Zeit ein wichtiges Kriterium für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen. Insbesondere Pop-up-Stores sind hierbei eine lukrative Alternative zu traditionellen Vertriebswegen, da sich mit ihrer Hilfe die eigenen Produkte kostengünstig inszenieren lassen. Doch was steckt eigentlich genau hinter dem Begriff und welche Vorteile bringt diese Vertriebsform mit sich?

Welche Eigenschaften sind kennzeichnend für das Konzept des Pop-up-Stores?

Der Pop-up-Verkauf bezeichnet im Wesentlichen die Errichtung eines provisorischen Einzelhandelsgeschäftes, das im Gegensatz zu herkömmlichen Läden nur von temporärer Natur ist. Als Basis für Pop-up-Stores dienen dabei zum Beispiel leerstehende Filialen oder unkonventionelle mobile Geschäftsräume. Das Angebot der „vorübergehenden Geschäfte“ gleicht in der Regel dem einer Boutique, wobei Pop-up-Stores ebenfalls den Charakter eines Lagerverkaufs aufweisen können. Grundsätzlich soll das Konzept durch die gezielte Nutzung des Überraschungseffektes den empfundenen Wert von Waren steigern, sodass ein schneller, profitabler Absatz ermöglicht wird. Weiterhin werden Pop-up-Verkaufe bewusst eingesetzt, um das Image einer bestimmten Marke durch Promo-Aktionen nachhaltig zu pflegen. Bekannte Marken die regelmäßig mit Pop-up-Stores arbeiten sind z.B. Adidas, Microsoft, Cocla und Tesla Motors.

Warum wird das Prinzip des Pop-up-Verkaufs immer beliebter?

Durch das unerwartete Auftreten eines Pop-up-Stores innerhalb einer leerstehenden Ladenfiliale wird bei der Laufkundschaft automatisch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit generiert. Da es sich hierbei um ein plötzliches Ereignis mit hohem Trendwert handelt, entsteht schnell verkaufsfördernde Mundpropaganda, welche einen wichtigen Bestandteil des Konzeptes darstellt. Auf diese Weise muss der Betreiber eines Pop-up-Stores kaum Geld in Werbung investieren, was das Prinzip betriebswirtschaftlich zu einem äußerst attraktiven Verkaufskanal werden lässt. Hinzu kommt, dass sich leerstehende Geschäftsräume relativ kostengünstig auf temporärer Basis mieten lassen. Dies ist deshalb der Fall, weil bei Pop-up-Stores in der Regel immer beide Seiten profitieren. So kann der Vermieter gewinnbringend den Leerstand eines Objektes überbrücken, während der Betreiber des Stores ohne großen Geldeinsatz seinen Warenabsatz ankurbelt. Neben leerstehenden Geschäftsfilialen, eignen sich weiterhin auch mobile Verkaufsräume in beispielsweise Einkaufszentren oder Fußgängerzonen für die Errichtung von Pop-up-Stores.

Für welche Branchen sind Pop-up-Stores besonders interessant in Bezug auf die Umsatzsteigerung?

Das Konzept der Pop-up-Stores als neuer Trend geht ursprünglich auf die Bekleidungsbranche zurück und ist hier auch heute noch ein wichtiges Instrument für die Steigerung des Warenabsatzes. Insbesondere für den Vertrieb von Saisonware oder die Präsentation neuester Kollektionen haben sich mobile Pop-up-Messesysteme in verschiedenen Formen mittlerweile in vielen Großstädten der Welt etabliert. Neben Betrieben aus dem Modebereich nutzen heute allerdings auch Unternehmen aus völlig unterschiedlichen Branchen das intelligente Marketingkonzept der Pop-up-Stores. So errichten heutzutage auch große Unternehmen in regelmäßigen Abständen kostengünstige Pop-up-Stores, um beispielsweise ein neues Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben. Auch Anbieter von eher konventionell anmutenden Produkten wie Haushaltsgeräten oder Lebensmitteln haben inzwischen das Konzept der Kurzzeitläden für sich entdeckt, was sehr deutlich die universelle Eignung der Pop-up-Verkäufe aufzeigt.

Worauf kommt es beim Standkonzept eines Pop-up-Stores an?

Wer einen profitablen Pop-up-Verkauf kreieren möchte, sollte bereits im Vorfeld ein genaues Standkonzept erarbeiten, da Kurzzeitläden nicht wie traditionelle Geschäfte funktionieren. So sollten einzelne Präsentationselemente wie mobile Messestände bei einem Pop-up-Store keineswegs in Reih und Glied aufgestellt werden, sondern vielmehr eine unkonventionell Anordnung aufweisen. Ähnlich wie auf einem Flohmarkt sorgt die bewusste sowie leicht chaotische Inszenierung von Produkten dafür, dass beim Kunden ein gewisser Jagdinstinkt geweckt wird, was einen bedeutsamen Faktor in Bezug auf die Umsatzsteigerung darstellt. Ebenfalls wichtig für den Erfolg eines Kurzzeitgeschäftes im Pop-up-Format ist der Aspekt der künstlichen Verknappung von Produkten sowie die Schaffung von neuen Markenerlebnissen. So werden in vielen temporären Stores Waren nur in begrenzter Stückzahl angeboten, um den empfundenen Wert des Angebotes künstlich zu steigern.

Ein Fazit

Die Eröffnung eines temporären Pop-up-Verkaufs ist eine besonders kostengünstige Möglichkeit, um den eigenen Umsatz mit nur wenig Aufwand effektiv anzukurbeln und gleichzeitig viel Geld zu sparen. Für den Erfolg ist dabei die richtige Inszenierung der Produkte von fundamentaler Bedeutung, sodass sich eine gute Vorbereitung hier am Ende definitiv auszahlt.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ein sehr spannender Beitrag! Ich beschäftige mich viel mit diesem Thema, wobei mir ergänzend aufgefallen ist, dass zahlreiche Händler die Stores auch nutzen, um neue Standorte, neue Produkte oder sogar neue, innovative Storekonzepte zu testen. Dabei ist der große Vorteil natürlich der Abschluss eines kurzzeitigen Mietvertrages, wodurch die Kosten sich auch im Rahmen halten, wenn das neue Konzept bei den Kunden nicht ankommt oder der Standort nicht zur Marke passen sollte. Aus diesem Grund werden Pop Up-Stores immer wieder als Testobjekt genutzt, bevor ein langfristiger Mietvertrag abgeschlossen wird.

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