Geld vom Chef leihen

Wer sich vom Chef Geld leihen möchte, der sollte sich dies ganz genau überlegen. Wer hier fahrlässig handelt, der kann mitunter eine böse Überraschung erleben. Es klingt vielleicht für den ein oder anderen etwas ungewöhnlich, sich von seinem Arbeitgeber Geld zu leihen, aber diese Möglichkeit wird öfters genutzt als man glaubt.

Die Vorteile

Ja diese gibt es. So bekommt man das Geld sehr schnell, oftmals ohne viel Bürokratie und im besten Fall wurden sogar sehr gute Konditionen ausgehandelt. Aber nicht nur der Arbeitnehmer profitiert hiervon, sondern auch der Arbeitgeber verdient durch die Zinsen etwas dazu, wobei die Vergabe des Kredites natürlich auch das Arbeitsverhältnis untereinander gestärkt werden kann.

Geld vom Chef leihen

Worauf sollte man achten?

Sofern der Arbeitgeber für die Vergabe eines Darlehens zustimmt, so sollten hier klaren Bedingungen festgelegt werden, die wiederum in einem schriftlichen Vertrag vereinbart werden. Dabei sollte sowohl die Kreditsumme, der Zahlungszeitpunkt und die vereinbarten Tilgung bzw. Raten ganz genau aufgeschlüsselt werden.

Hat der Chef bereits einen Vertrag angefertigt und der Arbeitnehmer muss nur noch unterschreiben, so sollte man sich das Kleingedruckte auch ganz genau durchlesen. Hierbei sollte die Bedingungen auch so geregelt sein, dass der Kredit zwischen dem Arbeitgeber als Person und der Person als Arbeitnehmer vergeben wurde. Was also bedeutet, dass dieses Darlehen nicht zwischen dem Arbeitsverhältnis steht und dieses in keinster weise irgendwie beeinflusst, hier sollte also ein strickte Trennung erfolgen.

Ganz wichtig ist auch, dass ihr euch immer eine Kopie des Vertrages geben lasst.

Die Nachteile solch eines Darlehens

Funktioniert alles sehr reibungslos, so gibt es hier eigentlich auch keine Nachteile. Bezahlt man seine Raten bzw. die Kreditsumme zu den vereinbarten Konditionen und Bedingungen zurück, so kommt es hier auch zu keinen Problemen.

Als Nachteil erweist sich solch ein Darlehen, wenn die Zinsen für die geliehene Summe viel zu hoch sind und ich ein vergleichbares Angebot bei einer Bank deutlich günstiger bekommen hätte. Das gleiche gilt auch für das Zahlen der Rate, ist diese zu hoch angesetzt und die Rückzahlung dementsprechend auf einen kurzen Zeitraum begrenzt, so kann dies den Arbeitnehmer deutlich unter Druck setzen.

Arbeitgeber nutzen solche Situation aus

Es gibt Arbeitgeber die ihren Angestellten gerne unter die Arme greifen und solch einen Kredit zur Verfügung stellen ohne das weitere Absichten dahinterstehen. Doch leider gibt es immer wieder Chefs, die solche Situationen gerne auch mal ausnutzen.

So kann es passieren, dass der Arbeitgeber gerne seinem Angestellten finanziell unterstützt bzw. gezielt nach solche Situationen sucht. Da wird beispielsweise die Rate für das neue Auto übernommen, für die Renovierung des Hauses wird eine nette Summe beigesteuert, der Dispokredit bei der Bank oder andere ausstehende Verbindlichkeiten werden beglichen.

Der Arbeitnehmer ist froh, er unterschreibt schnell ein Stück Papier und ist erstmal alle finanziellen Sorgen wieder los. Doch verlangt der Chef des öfteren darum, hier und da mal mehr Überstunden zu machen. Auch der Aufgabenbereich wird deutlich erweitert und du musst plötzlich ständig zur Verfügung stehen.

Du wirst somit zum Sklaven deines Arbeitgebers.Widersetzt du dich dann seinen Anweisungen, so möchte dieser sofort sein Geld zurück, behält einen Teil deines Lohns ein oder droht dir sogar mit einer Kündigung. Was werden die meisten Angestellten machen? Richtig. Sie werden den Anweisungen des Arbeitgebers folgen.

Ein klar geregelter Vertrag ist daher unverzichtbar.

Fazit: Sich Geld vom Chef zu leihen kann eine gute Option sein und im besten Fall ist dies auch eine günstigere Optionen als bei einer Bank. Ein geregelter Vertrag ist hier unverzichtbar und die Vergabe des Darlehens sollte dich als Arbeitnehmer zu keinerlei weiterer Verbindlichkeiten zwingen, außer zur Abzahlung der geliehenen Summe.

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