Geld sparen beim Strom, aber wie?

Mit den richtigen Tipps könnt ihr euren Stromverbrauch sehr einfach und effektiv senken. Grundsätzlich lohnt es sich sehr, wenn ihr euch einmal ganz gezielt mit eurem Stromverbrauch befasst. Dabei geht es nicht nur allein rein um das Sparen, so dass ihr am Ende des Monats über mehr Geld auf dem Konto verfügt, sondern auch um den bewussten Verbrauch und der damit verbundenen Reduzierung von CO², welches bei der Energiegewinnung frei gesetzt wird, was im übrigem auch für den Ökostrom gilt. Ich habe einige interessante Tipps für euch, mit denen ihr euren Stromverbrauch reduzieren könnt.

Strom sparen

Mache einen Stromanbieter-Vergleich

Es kann sich lohnen, mindestens einmal im Jahr einen Stromanbieter-Vergleich durchzuführen. Wer von euch seit vielen Jahren beim gleichen Anbieter ist, wird überrascht sein, wie viel Geld man durch einen Wechsel sparen kann. Eine Ersparnis von 200 bis 300 Euro im Jahr ist durchaus denkbar.

Worauf ist bei einem Anbieterwechsel zu achten? Sehr gut ist ein Anbieter mit einer kurzen Vertragslaufzeit sowie Kündigungsfrist, dadurch seid ihr flexibler und könnt bei einem günstigeren Angebot nach der Laufzeit wechseln. Euer neuer Anbieter sollte über die gesamte Laufzeit eine Preisgarantie geben. Des Weiteren ist es sehr sinnvoll, wenn ihr euren bisherigen Stromanbieter kontaktiert und nachfragt, ob dieser euch nicht günstigere Konditionen anbieten kann.

Mein Tipp: Versucht zuerst euren Stromverbrauch zu minimieren und führt erst dann einen Vergleich durch. Warum? Im besten Fall könnt ihr euren Verbrauch um mehrere hundert Kilowattstunden pro Jahr senken, dadurch kennt ihr euren neuen aktuellen Stromverbrauch, welcher zur Grundlage des Vergleichs dienen kann.

Senke die Stromkosten deiner Lampen

Es mag auf den ersten Blick nicht sofort offensichtlich sein, der Stromverbrauch der Beleuchtung in eurer Wohnung und auch im Außenbereich kann richtig ins Geld gehen. Dieser Verbrauch verstärkt sich umso mehr, wenn ihr noch Glühbirnen oder Halogenlampen benutzt. Nach und nach solltet ihr eure Beleuchtung komplett auf LED umstellen. Wie viel Geld kann man mit einer LED Lampe sparen? Gehen wir einmal von einer 60 Watt Glühbirne aus, welche jeden Tag für 1 Stunde leuchtet.

Kaufpreis Stromverbrauch Verbrauch im Jahr
LED-Birne 6,00 Euro 8 Watt 2,92 kWh (0,84 €)
Energiesparlampe 2,00 Euro 15 Watt 5,47 kWh (1,58 €)
Halogenlampe 3,00 Euro 45 Watt 16,42 kWh (4,76 €)
Glühbirne 1,00 Euro 60 Watt 21,9 kWh (6,35 €)

Wie ihr sehr gut erkennen könnt, kann sich der Austausch lohnen. Des Weiteren ist bei der LED die deutlich längere Lebensdauer zu berücksichtigen und der Tatsache, dass diese Technik noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung ist und die Anschaffungspreise in den nächsten Jahren weiter sinken werden.

Geld sparen Licht

Mein Tipp: Tauscht eure alten Birnen erst dann aus und ersetzt diese durch LED’s, wenn diese defekt sind. Auch wenn dadurch der Stromverbrauch erst nach und nach sinken wird, ist es unsinnig, eine voll funktionsfähige Glühbirne, Halogenlampe oder Energiesparlampe auszutauschen.

Reduziere die Stromkosten deines Kühlschranks

Ohne Kühlschrank geht es nicht und so ist dieses Elektrogerät im Haushalt unverzichtbar. Der Kühlschrank zählt zugleichStrom sparen Kühlschrank mit zu den größten Stromverbrauchern, was sich auch nachvollziehen lässt, da das Gerät für die Kühlung permanent Strom verbraucht. Bei einer modernen Kühl-Gefrierkombination liegt der jährliche Verbrauch je nach Größe und Leistung zwischen 170 und 270 kWh. Bei einem Strompreis von 29 Cent pro Kilowattstunde macht dies zwischen 49,30 Euro bis 78,30 Euro pro Jahr an Stromkosten.

Ich habe zwei Stromspartipps, mit denen ihr den Verbrauch senken könnt.

  1. Wählt die optimale Kühlschranktemperatur – Je kälter der Kühlschrank eingestellt ist, desto mehr Strom verbraucht dieser. Pro 1 °C spricht man hierbei von einer Erhöhung von 5 bis 6 %. Die optimale Kühlschranktemperatur liegt bei + 7 °C und beim Gefrierfach bei – 18 °C.
  2. Lasst euren Kühlschrank genügend Platz – Damit die Abwärme entweichen kann, sollte der Abstand zur Wand mindestens 5 cm betragen, im besten Fall steht das Gerät für sich separat. Kann die Abwärme nicht richtig entweichen, erhöht sich die Umgebungstemperatur und der Kühlschrank verbraucht noch mehr Strom.

Sollte man einen alten Kühlschrank austauschen? Ein Austausch lohnt sich nach meiner Meinung nur dann, wenn der Stromverbrauch des alten Gerätes sehr hoch ist. Nehmen wir beispielsweise an, ihr besitzt einen alten Kühlschrank mit einen jährlichen Stromverbrauch von 600 kWh (174 Euro Strom) und ihr plant den Kauf eines neuen Gerätes für 300 Euro mit einem jährlichen Verbrauch von 176 kWh (ca. 51 Euro), so hättet ihr durch die Stromersparnis von 123 Euro nach 2,5 Jahren den Kaufpreis wieder heraus und würdet danach jedes Jahr die 123 Euro sparen.

Senke den Energieverbrauch deiner Waschmaschine und Spülmaschine

Was wären wir heutzutage nur ohne unsere Waschmaschinen? Je nach Anzahl der Personen im Haushalt kommt diese mehrmals in der Woche zum Einsatz. Abhängig von der Größe können so im Jahr zwischen 50 und 80 Euro an reinen Stromkosten anfallen. Den Stromverbrauch eurer Waschmaschine könnt ihr allerdings gleich auf mehreren Wegen senken.

Die meiste ReduzierungStrom sparen Waschmaschine erreicht ihr durch eine geringere Temperatur. In der Regel ist eine Temperatur von 30 °C bis 40 °C vollkommen ausreichend oder als Alternative das Ökoprogramm. Durch die Reduzierung ist eine Ersparnis von 25 bis 30 % denkbar, was eine Ersparnis von 12,50 Euro bis 24 Euro macht. Des Weiteren könnt ihr die Drehzahl eurer Waschmaschine senken und den Stromverbrauch reduzieren. Die Wäsche könnt ihr mit einem Wäscheständer, Wäscheleine oder Spindel kostenlos trocknen lassen.

Wenn ihr eure Spülmaschine sehr häufig im Einsatz habt, könnt ihr im Jahr mit einem Stromverbrauch zwischen 60 und 90 Euro rechnen. Der meiste Verbrauch wird dabei für die Erwärmung des Wassers benötigt. Ihr könnt diesen Stromverbrauch senken, indem ihr ein Programm mit einer geringeren Temperatur wählt. Mitunter dauert das Programm zwar etwas länger, zugleich kann der Stromverbrauch dadurch um 20 bis 25 % im Jahr reduziert werden. Dies macht eine Reduzierung von 15 bis 22,50 Euro.

Wie sieht es mit dem Standby-Modus aus?

Seit 2014 begrenzt eine Verordnung der Europäischen Union den Stromverbrauch im Ruhezustand sowie im Aus-Zustand. So dürfen ab dieser Zeit verkaufte Haushalts- und Unterhaltungselektronik sowie Laptops und PC in diesen Zuständen nicht mehr als 0,5 bis 1 Watt verbrauchen. Tatsächlich hat sich seitdem sehr viel getan. So habe ich mir mal angeschaut, was die Geräte im Jahr 2018 im Ruhezustand an Strom verbrauchen.

So verbrauchen Fernseher im Ruhezustand zwischen 0,3 bis 0,5 Watt. Bei einer Nutzungsdauer von 4 Stunden pro Tag kämen wir somit auf einen jährlichen Stromverbrauch von 2,19 bis 3,65 kWh, dies macht 0,64 bis 1,06 Euro. Rechnen wir pauschal noch einen TV-Receiver, einen DVD-Player oder eine Stereoanlage hinzu, kämen wir auf einen ungefähren Stromverbrauch von 2 bis 3,50 Euro.

Ist es nun sinnvoll, auf den Standby-Modus zu verzichten? Ich selbst würde es durchaus rechtfertigen, bei neuen Geräte den Ruhemodus anzulassen, wenn diese den geringen Stromverbrauch vorweisen. Warum? Unsere Elektrogeräte werden immer sensibler und sind voll mit Mikroelektronik. Fällt ein oder auch zweimal im Jahr der Strom aus, ist das ganze kein Problem. Ziehe ich aber beispielsweise jeden Tag den Stecker meines Fernsehers aus der Steckdose, kann dies mitunter nach wenigen Monaten zu einem Defekt führen.

Nun ist zu überlegen, ob man 0,64 bis 1,06 Euro an Strom im Jahr sparen möchte und womöglich einen Defekt in Kauf nimmt, deren Reparatur 50 Euro oder mehr kostet bzw. sich eine Reparatur nicht mehr rechnet und mitunter ein Neukauf nötig ist.

Nur bei älteren Geräten könnte es rechnerisch sinnvoll sein, auf den Standby-Modus zu verzichten. Verbraucht beispielsweise euer alter Fernseher 5 Watt pro Stunde und befindet sich 20 Stunden am Tag im Standby-Modus, so würde dieser ca. 36,5 kWh im Jahr verbrauchen oder 10,58 Euro. Rechnet man mehrere Geräte im Haushalt noch hinzu, können dort im Jahr zwischen 50 und 70 Euro hinzukommen.

Welche Elektrogeräte benötigst Du wirklich?

Wenn ihr das nächste Mal vor der Entscheidung steht, ein neues Elektrogerät zu kaufen, so stellt euch genau diese Frage. Überlegt euch dabei, wie sehr diese Anschaffung wirklich von Nutzen für euch sein wird. Betrachtet die ganze Sache dabei sehr nüchtern und realistisch, um die Euphorie des möglichen Kaufes ein wenig zu bremsen.

Wer beispielsweise plant, sich einen Brotbackautomaten zuzulegen, wird alle mögliche Argumente dafür finden, sich das Gerät zu kaufen. Ist das Gerät endlich da, wird es auch die ersten 2 bis 3 Monate intensiv genutzt. Nach und nach kommt es aber immer weniger zum Einsatz und irgendwann, landet der Brotbackautomat im Küchenschrank.

Genauso könnt ihr euch überlegen, ob das Gerät in dieser Form und Preisklasse nötig ist. Wer nur wenig kocht oder backt, benötigt in seiner Küche keinen Elektroherd für über 500 Euro. Auch über Alternativen sollte nachgedacht werden. Wer ab und an einen frischen Orangensaft trinken möchte, kann hierfür eine Zitronenpresse benutzen, die es für unter 10 Euro zu kaufen gibt. Somit ist keine elektrische Saftpresse erforderlich.

Mein Tipp: Diese Frage ergibt also sehr viel Sinn und bietet euch zugleich ein hohes Einsparpotential, da ihr so mitunter die Geräte gar nicht erst kaufen müsst.

Zusammenfassung – Geld sparen beim Strom, aber wie?

Mit sehr einfachen Tipps lässt sich der Stromverbrauch im Haushalt deutlich senken. Es lohnt sich sehr, wenn ihr euch einmal die Zeit nehmt und euch gezielt mit eurem Stromverbrauch befasst. Mit den richtigen Spartipps könnt ihr so im Jahr mehrere hundert Euro sparen und zugleich schont ihr auch noch die Umwelt.

Habt ihr selbst noch einige nützliche Spartipps, so könnt ihr diese gerne mit uns teilen, nutzt hierzu einfach die Kommentarfunktion.

4 Kommentare

    • Robert Kühne

      Hallo Vincent, vielen Dank für dein Kommentar und deine zusätzlichen Tipps. Besonders interessant dabei finde ich die Tatsache, dass wir das Land der Wechselmuffel sind und 60 % der Deutschen bisher noch nicht einmal in Erwägung gezogen haben, einen anderen Anbieter zu vergleichen.

      Viele Grüße
      Robert

    • Robert Kühne

      Hallo Sylvia, vielen Dank für deine zusätzlichen Tipps, besonders mit dem Boiler, welcher wirklich ein echter Stromfresser sein kann.

      Viele Grüße
      Robert

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