Geld per Post verschicken

Wer sein Geld per Post verschicken möchte, sollte hierzu einige Vorbereitungen treffen, damit das Geld auch tatsächlich beim Empfänger ankommt. Nun gut. Man könnte es sich ganz einfachen machen. So wird das Geld einfach in einen Briefumschlag gesteckt, dann zugeklebt, Briefmarke drauf und ab damit zum nächsten Briefkasten.

Mit etwas Glück wird das Geld auch beim Empfänger ankommen, aber es kann eben auch passieren, dass das Geld verschwindet, wobei es hierfür mehrere Ursachen geben kann. Mit den folgenden Tipps kann man dieses Risiko aber deutlich verringern.

Geld sicher verschicken

Bevor ich zu den Tipps und Anregungen komme, möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass der sicherste Weg für das Versenden von Geld immer noch eine Überweisung bei der Bank ist. So kann man sich absolut sicher sein, dass das Geld auch beim Empfänger angekommen ist. Selbst die Post empfiehlt immer wieder, dass man Geld nicht per Brief verschicken sollte.

Verschickt über die Post sowohl Briefe als auch Pakete, für Geld gibt es jedoch bessere Alternativen.

Verschickt über die Post sowohl Briefe als auch Pakete, für Geld gibt es jedoch bessere Alternativen.

Einschreiben mit Rückschein

Fangen wir hier erst einmal mit den Kosten an. Das Einschreiben kostet bei der Deutschen Post 2,05 Euro und der Rückschein nochmals 1,80 Euro, somit belaufen sich die Gesamtkosten auf 3,85 Euro. Persönlich bin ich der Meinung, dass diese beide Methoden sehr wirksam sind.

So muss der Empfänger den Brief nicht nur mit seiner Unterschrift quittieren, als Absender erhält man von der Post nach ein bis zwei Tagen eine Bestätigung, dass der Brief auch wirklich dort angekommen ist.

Dementsprechend landet der Brief mit dem Geld nicht im Briefkasten und kann durch eine fremde Person wieder herausgenommen werden.

Das Geld im Brief verstecken

Es ist nicht sehr zu empfehlen, dass man das Geld einfach in den Briefumschlag steckt und dann verschickt. So würde ich diesen Geldbetrag zwischen mehreren Dokumenten platzieren, die zudem auch noch bedruckt sind. Am besten zwei Blätter unter den Geldbetrag, zwei Blätter darüber und dann wird alles gemeinsam gefaltet und in den Briefumschlag gesteckt.

Mein Tipp: Man sollte das Geld auch nicht in Grußkarten verstecken, hier ist es dann mehr als offensichtlich, dass sich in diesem Briefumschlag Geld befindet.

Ein Siegel für den Briefumschlag verwenden

Auch ein Siegel verfehlt seine Wirkung nicht. Nehmt hierzu einfach viele kleine Aufkleber eurer Wahl un platziert diese genau an der Schnittstelle der Öffnung des Briefumschlages. Hier macht es sich sehr gut, wenn die Aufkleber zusätzlich noch mit Sekundenkleber befestigt werden. Wird das Geld unerlaubt entfernt und der Brief trotzdem zugesandt, so ist es offensichtlich, dass hier Geld entwendet worden ist.

Den Express Brief nutzen

Wer ganz auf Nummer sicher gehen und sich absichern möchte, der sollte bei größeren Geldbeträgen den DHL Express Brief nutzen. Dieser Brief kostet 9,90 Euro und wird bereits am nächsten Tag dem Empfänger zugestellt.

Der Brief wird bei der Post unter der Valoren Klasse 2 eingestuft und als Wertbrief bezeichnet, wobei hier das Verschicken von Wertgegenständen bis 500 Euro zugelassen ist und bei Verlust der Wert versichert ist.

Schneller Geldtransfer

Soll das Geld schnell beim Empfänger landen, so gibt es deutlich bessere Methoden. Sehr zu empfehlen ist hier eine Blitzüberweisung. Wird diese während der Banköffnungszeiten durchgeführt, so landet der Geldbetrag noch am gleichen Tag auf dem Empfängerkonto.

Natürlich kann man das Geld auch via Online-Überweisung sehr schnell verschicken, binnen 24 Stunden ist der Geldbetrag dann ebenfalls für den Empfänger verfügbar. Befindet sich das Konto sogar noch bei der gleichen Bank, so wird der Geldbetrag sogar häufig sofort verbucht.

Warum verschwindet das Geld über den Postweg?

Dies ist eine sehr gute Frage. Die Schuld hierfür rein auf die Post zu schieben, wäre zu voreilig, denn hierfür gibt es verschiedene Gründe. So könnte eine fremde Person sich Zugang zum Briefkasten geschaffen und die Post mit dem Geld entwendet haben. Das Risiko steigt dabei, wenn die Person weiß, wann der Empfänger Geburtstag hat.

Lässt sich dieser Faktor ausschließen, so darf man natürlich auch die Post selbst nicht außer Acht lassen. So kann der normalen Brief tatsächlich aus technischen Gründen verschwunden sein oder es tatsächlich ein Langfinger im Spiel, wobei man hier etwas differenzieren muss.

Sucht man im Internet nach Beispielen für entwendetes Bargeld aus Briefen, so treffen sehr viele Fälle in Verbindung mit Subunternehmen zusammen, die für die Post arbeiten. Wobei hier die Briefe nicht von den Mitarbeitern der Post selbst sondern illegal von den Angestellten des Fremdunternehmen geöffnet worden sind.

Auch ich habe diese Erfahrung schon machen

Selbst ich durfte leider diese Erfahrung schon machen. So wurde anlässlich meines Geburtstages ein Brief mit einem Gutschein verschickt, dieser kam jedoch niemals an. Daher weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man sowohl Bargeld als auch Gutscheine nicht per Post verschicken sollte.

Überreicht das Geld bzw. Gutschein lieber selbst und schickt vorab eine Glückwunschkarte.

Fazit: Wer sein Geld per Post verschicken möchte, sollte darüber ganz genau nachdenken, auch wenn es sich vielleicht hierbei nur um einen Gutschein handelt.Bei größeren Geldbeträge ist es vielleicht ratsam zu überlegen, ob es nicht besser wäre, dieses Geld via Überweisung an den Empfänger zu senden.

Zudem sind gerade Online-Überweisungen auch noch deutlich schneller, so kann der Empfänger innerhalb von 24 Stunden über den Geldbetrag verfügen, sofern das Geld innerhalb der Öffnungszeiten der Bank überwiesen wurde.

Letztendlich bleibt es jedoch euch überlassen, welche Variante ihr wählt.

Erfahrungen und Tipps

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit dem Versenden von Geld gemacht? Teilt eure Meinung mit und nutzt dazu die Kommentarfunktion.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für die hilfreichen Tipps, aber am Ende ist es ja wirklich doch besser auf die altbewährte Methode der Überweisung zurückzugreifen, denn gerade in der heutigen Zeit wie bereits beschrieben mit den vielen Subunternhemen gibt es viele langfinger und die Gefajr, daß das Geld nicht ankommt ist einfach zu groß.

    • Vielen Dank für dein Kommentar. Ich denke auch, dass das größte Problem hierbei nicht bei der Post selbst sondern bei den Subunternehmen liegt. Aus Erfahrung weiß ich, dass schon beim Transport der Sendungen zum Teil auf Speditionen zurückgegriffen wird, was sicherlich auch ein Sicherheitsrisiko beinhalten kann, wobei ich dies jetzt keinem Unternehmen unterstellen möchte. Wie du schon sagtest, sollte man einfach eine Überweisung tätigen.

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