Geld an der Börse verloren

Im letzten Artikel habe ich bereits erwähnt, dass man an der Börse sehr viel Geld mit Aktien verdienen kann. Dennoch wäre es es ein sehr großer, wenn man nur an steigende Kurs denkt und hofft. Es gibt sowohl steigende als auch fallende Märkte, dessen sollten sich gerade Kleinanleger immer bewusst sein.

Sicherlich gibt es in der Finanzwelt immer mal wieder Ereignisse die, die Kurse maßgeblich in den Abgrund reißen und sich Milliarden an Euro, Dollar & Co in Luft auflösen. Doch trägt der Anleger selbst die größte Verantwortung, wenn dieser an der Börse sehr viel Geld verliert.

Die Gier nach hohen Gewinnen

Am Anfang freut sich jeder Anleger, wenn er das allererste mal Gewinne an der Börse erzielt, natürlich ist dies ja auch der Sinn gewesen, sonnst würde man jaGeld verlieren an der Börse nicht mit Aktien & Co spekulieren. Doch sobald die Gier bei einem Anleger die Oberhand gewinnt, dann kann und wird es sehr gefährlich.

Der Drang nach immer höheren Gewinnen lässt diese leichtsinniger werden. Plötzlich werden beispielsweise nicht mehr nur renommierte Aktien aus dem DAX, MDAX oder SDAX gehandelt, sondern auch Wertpapiere die man als Penny-Stocks bezeichnet, gewinnen bei solchen Leute immer mehr an Reiz, auch Hebelprodukte mit Anfangs wenig eigenen finanziellen Einsatz oder reine Wetten auf steigende oder fallen Kurse werden immer attraktiver.

Solange diese Möglichkeiten Gewinne erzielen ist alles gut, aber auch diese sind nicht ewig garantiert. Plötzlich fallen die Kurse, der gierige Anleger hat aufs falsche Pferd gesetzt, er wird hektisch, gerät in Panik, verkauft und kauft alles mögliche und verliert zum Schluss ein Großteil seines eingesetzten Kapitals.

Fehlende Zeit für die Börse

Dies betrifft am häufigsten die Kleinanleger. Während Profi-Trader sich tagtäglich rund um die Uhr mit dem Handel beschäftigen können, ist dies bei den normalen Anleger aus beruflichen Gründe kaum möglich, was auch verständlich ist, schließlich muss der Lebensunterhalt verdient werden.

Kommt man dann nach einen 8 Stunden-Arbeitstag nach Hause, haben die wenigsten Leute wahrscheinlich erst einmal keine Lust sich mit der Börse zu befassen, für viele reicht der täglichen Blick in den Finanzteil der Tageszeitung oder Börsenberichterstattung von ARD, N-TV, DAF & Co.

Diese fehlende Zeit kann sich aber aus sehr drastisch negativ auswirken, besonders dann, wenn die Kurse plötzlich absacken. Warum? Der normale Kleinanleger ist während seiner Arbeitszeit und nach Feierabend handlungsunfähig, sofern er auf diese Kurse nicht reagiert.

Keine Ahnung vom Handel

Jeder von uns kann heute an der Börse handeln, dazu benötigt man nur ein Aktiendepot ein gewisses Startkapital und schon kann es los gehen. Viele Leute sind von den möglichen Gewinnen an der Börse hellauf begeistert, sie sehen in der Werbung im Fernsehen, dass man mittels Hebelprodukte, CFD’S & Co sehr viel Geld verdienen kann und möchten am liebsten sofort loslegen.

Wer jedoch davon keinerlei Ahnung hat, der sollte die Finger erstmal von der Börse lassen und sich ein gewisses Wissen aneignen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn man nicht weiß, mit was man hier eigentlich genau handelt. Ruck-zuck ist das eigene Geld weg und mitunter hat man sogar Schulden.

Das volle Vertrauen in den Bankberater

Viele Leute haben Berührungsängste mit der Börse, deshalb suchen diese einen Berater bei ihrer Bank auf. Den größten Fehler den sehr viel Bankkunden hier machen ist, dass diese voll und ganz diesem Berater oder Beraterin vertrauen. Dieser macht Kaufempfehlungen, der Kunde der davon keine Ahnung hat stimmt zu und alles sind glücklich.

Solch ein Vertrauen kann sehr gefährlich werden. Denn der Bankberater gibt letztendlich nur Empfehlung und bei einer Fehlentscheidung verliert der Kunde mitunter sehr viel Geld.

Hierzu brauchen wir uns nur an die platzende Dotcom-Blase zu erinnern, wo auch sehr viele Kleinanleger viel Geld verloren haben, weil diese anderen Leuten voll vertraut haben, das Paradebeispiels ist hier die Kaufempfehlungen einer Aktie eines sehr bekannten Deutschen Telekommunikationsunternehmen. Weiter geht es mit der Immobilien-Blase 2008. Wo Normalanleger hochspekulative besaßen und ihr ganz mühsam erspartes Geld zum Großteil verloren haben.

Was war die Folge? Der Bankangestellte besitzt immer noch seinen Job, hat immer noch ein gutes Einkommen, dass er wiederum mit diversen Provisionen aufstocken kann und die geprellten Anleger besitzen wertlose Anlagen und ihr gesamtes Erspartes ist verschwunden.

Mein Tipp für den nächsten Besuch bei eurer Bank! Wenn solch ein Bankberater bzw. Vermögensberater doch so gut ist, dann fragt diesen doch mal:

  • Wieviel Geld er inzwischen an der Börse verdient hat?
  • Warum er überhaupt noch in dieser Bank arbeitet, wenn er doch so ein gutes Händchen für Anlagen hat?

Fazit: Es gibt sowohl gute Tage an der Börse, als auch schlechte Tage. Es gibt keine Hundertprozentigen Garantien für Gewinne, dessen solltet ihr euch immer bewusst sein.

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