Freund zahlt Geld nicht zurück

Wenn ein Freund das geliehene Geld nicht zurückzahlt, so ist dies im ersten Moment sehr ärgerlich. Doch sollte man nicht sofort mit einer Klage drohen und der Sache gezielter auf den Grund gehen. Erst wenn wie Ursache klar und eindeutig ist, ab da kann man dann weitere Schritte einleiten.

Geld nicht zurückgezahlt

Warum zahlt der Freund nicht?

Die Ursachen hierfür gönnen ganz verschieden sein. Benötigt dieser noch ein bis zwei Wochen für die Bezahlung, so kann man auf freundschaftlicher Basis sicherlich hier noch warten. Hellhörig sollte man werden, wenn der Freund das geliehene Geld wieder nicht zahlen kann und einen wieder vertröstet.

Ist der Freund jedoch eigentlich bei der näherer Betrachtung in der Lage das Geld zurückzuzahlen und er schiebt es trotzdem immer noch hinaus, so sollte man hier nicht lange warten und handeln. Sehr offensichtlich wird dies, wenn der Freund sich einen Urlaub gönnt, beim Einkaufen nur auf die teuersten und besten Produkte zurückgreift oder generell mehr Geld für sich selbst ausgibt.

Dies kann dieser sicherlich ruhig machen, aber erst dann, wenn er das geliehen Geld zurückgezahlt hat.

Ein Vertrag ist unverzichtbar

Schon öfters habe ich zu diesem Thema erwähnt, dass man immer einen Vertrag abschließen sollte, nur so ist man auf der sicheren Seite. Dort ist ganz genau geregelt, welche Summe an welche Person verliehen wurde und wann das Geld zurückgezahlt werden soll.

Dennoch gibt es auch noch einige wesentliche Dinge zu beachten. In Deutschland gibt es eine gesetzliche Zahlungsfrist, jede Person hat 30 Tage Zeit diese Summe zu bezahlen. Wenn die Rückzahlung am 1.August vereinbart wurde und der Freund zahlt nicht, so hat dieser immer noch ein zeitlichen Spielraum bis zum 31.August und muss bis dahin das Geld bezahlt haben.

Zahlt der Freund dann immer noch nicht das Geld zurück, so kannst Du anfangen die erste Mahnung abzuschicken oder andere rechtliche Schritte einzuleiten. Dies funktioniert aber nur dann so reibungslos, wenn ihr einen schriftlichen Vertrag über das Darlehen vereinbart habt.

Ratenzahlung vereinbaren

Bei größeren Summen macht es oftmals mehr Sinn, generell eine Ratenzahlung ab einem bestimmten Datum zu vereinbaren. Habe ich also 1.000 Euro am 1.Januar verliehen, so muss der Freund oder die Freundin das Geld am dem 1.April monatlich in 50 Euro Raten zurückzahlen. Dies kann man so im Vertrag vereinbaren.

Das hat zum einen den großen Vorteil, dass der Freund nicht so sehr unter Zahlungsdruck steht und sich 1.000 Euro in kleinen Raten besser abzahlen lassen als die komplette Summe, zum anderen bekommt auch der Verleiher sein Geld Schritt für Schritt zurück und ein Zahlungsausfall ist ausgeschlossen.

Pfand hinterlegen oder Summe abarbeiten

Sicherlich kann es auch nicht schaden, wenn der Freund einen Pfand hinterlegt im ungefähren Gegenwert seiner geliehenen Summe. Dies kann das Auto sein, teurer Fernseher, Smartphone & Co, dies solltet du aber ebenfalls im Vertrag festhalten.

Theoretisch könnte der Freund auch mit seiner Arbeitsleitung bürgen, falls er das Geld nicht zurückbezahlen kann. So wird vertraglich ein Stundenlohn vereinbart und aufgeschlüsselt, wo und wann er diese Summe abarbeiten soll.

Notfalls vor Gericht die Summe zurückholen

Dieser Schritt sollte gut überlegt sein, dieser macht erst bei größeren Summen Sinn, da auch für den Kläger diverse Kosten entstehen. Auch hier ist ein abgeschlossener Vertrag mit dem Freund das Maß aller Dinge und gilt als Beweis für die geborgte Summe.

Fazit: Sichert euch immer ab und überlegt euch ganz genau, wie gut ihr euren Freund einschätzen könnt, damit dieser das Geld auch zurückzahlt. Falls dieser nicht zahlt und wird, so steht man im schlimmsten Fall mit leeren Händen da.

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