Finanztipps für Existenzgründer

Das Thema Finanzen ist bei der Existenzgründung sehr wichtig und sollte von euch auf keinen Fall unterschätzt werden. Ein solides Geschäftskonzept kann nur funktionieren, wenn auch der finanzielle Aspekt beachtet wird. Fehlt euch diese Aufmerksamkeit dafür, nützt euch auf lange Sich die beste Geschäftsidee nichts. Ich habe einige nützliche Finanztipps für euch, die sicherlich sehr interessant sein dürften.

Spare Dir ein finanzielles Polster an

Ein finanzielles Polster ist sehr wichtig und sollte bei einer Existenzgründung nicht fehlen. Am Anfang ist der Kundenkreis in der Regel noch sehr klein und dementsprechend fehlen noch die nötigen Einnahmen. Mit einer finanziellen Reserve im Rücken nehmt ihr den Druck heraus.

Als Alternative sei an dieser Stelle die nebenberufliche Selbstständigkeit zu nennen. Durch euer Angestelltenverhältnis besitzt ihr ein sicheres monatliches Einkommen und könnt nebenbei euren Kundenkreis erweitern, bis dieser so groß ist, dass ihr mit eurer eigenen Firma auf sicheren Beinen steht.

Finanztipps Existenzgründer

Lege Dir ein Geschäftskonto an

Ein Geschäftskonto zu eröffnen ist sehr empfehlenswert. Solch ein Geschäftskonto erleichtert die Buchführung, da es eine Abgrenzung zwischen dem privaten und geschäftlichen Bereich gibt. Dieser Punkt ist sehr wichtig. So lassen sich alle Buchungen auf dem Konto nachvollziehen und es kommt zu keinen Missverständnissen. Bei der Suche nach einem passenden Geschäftskonto solltet ihr euch genügend Zeit nehmen und die Angebote der Banken vergleichen. Die Gebühren des Geschäftskontos zählen zu den Betriebsausgaben und wirken sich somit positiv aus.

Habe immer einen aktuellen Überblick

Einen stetigen Überblick über die Firmenfinanzen zu haben ist sehr wichtig. Es reicht dabei bei weitem nicht aus, nur einmal im Monat auf den Kontoauszug zu schauen oder während der Buchführung. Nur durch die genaue Kenntnis der Finanzen lässt sich die weitere Entwicklung der Firma ausbauen.

Suche dir ein gutes Steuerbüro

Ein Steuerbüro ist eigentlich unverzichtbar. Ich selbst mache aber immer wieder die Beobachtung, dass aus Kostengründen gerade Existenzgründer auf die Inanspruchnahme eines Steuerbüros verzichten. Sicherlich ist während der Anfangszeit die Buchführung noch nicht so umfangreich und zur Gewinnermittlung an das Finanzamt lässt sich die Einnahmeüberschussrechnung durch die überschaubaren Einnahmen und Ausgaben noch selber erstellen.

Ihr müsst jedoch den zeitlichen Aufwand berücksichtigen und euch überlegen, ob ein Steuerbüro von Anfang nicht doch die bessere Entscheidung ist, da ihr euch so auf eure eigentliche Arbeit konzentrieren könnt.

Irgendwann werdet ihr mit eurem Unternehmen einen Punkt erreichen, wo auch die Buchführung immer umfangreicher wird und die nötige Fachkenntnis erforderlich wird. Spätestens wenn ihr Umsatzsteuerpflichtig seid oder ihr Mitarbeiter einstellen möchte und eine ordentliche Lohnbuchhaltung erforderlich ist, wird kein Weg mehr am Steuerbüro vorbeiführen.

Nutze die Förderung für Existenzgründer

Eine Existenzgründung kostet Geld, daran besteht kein Zweifel. Es gibt allerdings zahlreiche Möglichkeiten durch Zuschüsse, mit denen eure Gründung deutlich erleichtert werden kann. Es gibt beispielsweise den ERP Gründerkredit der KfW. Hierbei steht euch eine Summe bis zu 100.000 Euro zur Verfügung. Des Weiteren gibt es Zuschüsse von der Bundesagentur für Arbeit wie dem Einstiegsgeld oder Gründerzuschuss und wiederum stellen auch die einzelnen Bundesländer zahlreiche Fördermittel zur Verfügung.

Schreibe eine ordentliche Quittung

Eine Quittung wird gerade beim Verkauf von Produkten gerne verwendet und dafür gibt es mehrere Gründe. Da wäre der geringere bürokratische Aufwand und die geringen Kosten zu nennen. Einen Quittungsblock mit 50 Blatt gibt es für unter 2 Euro zu kaufen und das Ausfüllen dauert nicht sehr lang. Vielen Kunden reicht bei einer Barzahlung solch eine Quittung als Zahlungsbestätigung aus, wichtig ist für euch als Selbständige darauf zu achten, dass alle Pflichtangaben vollständig aufgeführt sind.

Zu diesen Pflichtangaben gehört der Brutto- und Nettopreis sowie der Steuersatz, der Bruttopreis als Wort, die fortlaufende Quittungsnummer, euer Name und die Anschrift, das verkaufte Produkt, der Name des Empfängers, das Datum und der Ort sowie eure Unterschrift. Bei 1und1.de bin ich noch auf einige interessante Infos zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen gestoßen, welche ihr ebenfalls kennen solltet.

Mein Tipp für die Umsatzsteuer: Bei vielen unterschiedlichen Waren fallen unterschiedliche Preise an und somit muss auch die Umsatzsteuer stets neu berechnet werden. Wer sich die Mühe sparen möchte, erstellt sich einfach eine Liste mit allen Preisen. Hierbei wird der Bruttopreis, die Umsatzsteuer und der Nettopreis aufgeführt.

Mein Tipp zu euren Firmenangaben: Mit einem Firmenstempel habt ihr alle wichtigen Angaben eures Unternehmens immer vorhanden. Solch einen Stempel gibt es bereits für unter 10 Euro im Handel zu kaufen, wer möchte, kann sich dazu auch ein Firmenlogo anfertigen lassen.

Deine Vorleistung sollte ein Limit haben

Gerade im Dienstleistungsgewerbe ist es sehr wichtig, ein gewisses Gleichgewicht zwischen der erbrachten Leistung und der Vergütung zu finden. Rechnet euch vorab aus, wie weit ihr bei einem Auftrag in Vorleistung gehen könnt. Durch diese Vorgehensweise begebt ihr euch nicht in die finanzielle Abhängigkeit. Die Lösung hierfür ist eine Teilzahlung des Auftrags für den Kunden.

Lehnt der Kunde bei größeren Rechnungsbeträgen diese Möglichkeit ab, so kann es besser sein, diesen Kundenauftrag abzulehnen. Immer wieder kommen gerade kleine Firmen selbst in finanzielle Schwierigkeiten, weil diese zu sehr in Vorleistung gegangen sind.

Zusammenfassung – Finanztipps für Existenzgründer

Die Finanzen sind ein fundamentaler Baustein eures Unternehmen und tragen maßgeblich zum Erfolg bei. Nutzt daher regelmäßig die Gelegenheit, um euch einen aktuellen Überblick zu verschaffen und diese zu optimieren.

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