Einen Steuerberater finden

Hallo liebe Leser,

bei der Auswahl des richtigen Steuerberaters sollte man immer sorgsam und vor allem achtsam sein. Sich den nächstbesten Steuerberater zu angeln, nur weil dieser bequem zu erreichen ist, kann sich mitunter schnell auch zu einem Fehlgriff entwickeln. Leider merkt man diese Fehlentscheidung in der Regel erst nach einer gewissen Zeit und viele Leute erst gar nicht.

Steuerberater ist nicht gleich Steuerberater

Bei der Suche nach einem neuen Steuerberater gilt immer die Augen offen zu halten, denn hier gibt es deutliche Unterschiede, der auf dem ersten Blick gar nicht so offensichtlich ist. Ihr solltet genau hinschauen, ob es wirklich ein Steuerberater ist und das er diesen Beruf auch wirklich erlernt hat, vor allem eine Ausbildung im deutschen Steuerwesen. Der ein oder andere könnte vielleicht jetzt meinen, dass dies eigentlich doch selbstverständlich sein müsste, dies ist aber bei weitem nicht so. Es ist gar nicht so selten, das es vorkommen kann; vor einem stehe ein waschechter Steuerberater, dabei ist er gar keiner. So ist dieser zwar ein Steuerberater, aber ein Steuerberater für das schwedische Finanzwesen, er hat lediglich eine Weiterbildung für das Deutsche oder er ist gar kein Steuerberater dafür Steuerfachgehilfe, Buchalter oder der gleichen.

Wer dessen Büro dann betritt, der macht sich dessen im ersten Moment gar keine Gedanken darüber. Schließlich bin ich als Normalbürger eigentlich der Überzeugung, dass es sich hierbei um ein Steuerbüro handelt.

Prüft also im Vorfeld, ob es sich hierbei wirklich um einen Steuerberater/Beraterin handelt. So erspart man sich nicht nur jede Menge Zeit sondern mitunter auch jede Menge Ärger der bei Problemen mit dem Finanzamt auftreten könnte.

Vertrauen niemals einen Steuerberater

Dies soll keinesfalls eine Beleidigung sein. Vertrauen ist zwar gut, doch die Kontrolle ist immer besser. Leider suchen sich viele Leute einmal einen Steuerberater und dort bleiben sie dann ein Leben lang. Dies ist auch alles gut und schön, es lohnt sich jedoch, ab und an mal etwas genauer hinzuschauen und auch mal nachzufragen oder sich sogar von einem zweiten Steuerberater ein weitere Meinung einzuholen.

Denn auch Steuerberater möchten Geld verdienen und dieser Drang ist um so größer, je größer die Steuerbüros sind.

Was wohl die wenigsten von uns wissen, schon während der Ausbildung zum Steuerberater/Beraterin werden diese gezielt geschult, ihre späteren Mandanten gefügig zu machen. Diese Mandanten werden auch gern als gläserne Mandanten bezeichnet.

Was bedeutet gläserner Mandant ? Gebe deine Finanzen in die Obhut des Steuerberaters, vertraue diesem und mache alles was dieser möchte. Dies hört sich zwar wie ein Spruch in einer Sekte an, doch leider ist dies in Deutschland die Regel.

Theoretisch sollten Steuerberater eigentlich ihre Mandanten im Bereich Steuern beraten. Doch seien wir doch mal ehrlich, machen diese es wirklich. Gibt dir dein Steuerberater kurz vor Abgabefrist der Einkommenssteuererklärung oder beim Jahresabschluss deines Unternehmens Tipps, wie man möglichst viele Steuern noch sparen könnte ? Es gibt solche Steuerberater, doch leider nicht so häufig, wie man eigentlich vermutet. Ein Großteil fungiert als verlängerter Arm des Finanzamtes und ist an einer möglichst hohen Beteiligung an der Gebührenordnung interessiert.

Fazit: Bei der Auswahl des richtigen Steuerberaters sollte man immer auch seinen Verstand einschalten und sich nicht gleich vom nächstbesten Berater einwickeln lassen. Lieber etwas Zeit lassen bei der Suche und den richtigen Steuerberater finden.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Anscheinend haben Sie schlechte Erfahrungen gemacht. Ich kenne persönlich ganz viele Steuerberater und keiner davon denkt auch nur im entferntesten daran, sich Mandanten „gefügig“ zu machen. Und in keiner Ausbildung die ich kenne, wird das geschult. Im Gegenteil, Steuerberater sind aufgrund der langjährigen Beziehungen zu ihren Mandanten oft sehr entgegenkommend, was das Honorar betrifft. Es gelingt ihnen nur nicht, die gesetzlich vorgeschriebene Abrechnungsweise zu erklären.

    Aber natürlich haben Sie recht: bei der Auswahl lohnt es sich immer, sich mehrere anzuschauen und sich im Vorfeld erklären zu lassen wie das Honorar abgerechnet wird und die Zusammenarbeit aussieht.

    • Ich kenne persönlich wiederum sehr viele Steuerberater, bei denen ist es genau andersherum. Was das Honorar betrifft, wird auch sehr viel getrickst, um einen möglichst hohen Eigennutzen davon zu haben. Belegen kann ich dies nicht nur durch meine eigenen Erfahrungen, sondern auch durch das Gespräch mit viele anderen Mandanten. Der Artikel soll keinesfalls gegen Steuerberater sein, dennoch sollte jeder bei der Auswahl seine Augen offen halten. Besonders dann, wenn man einen Steuerberater für das eigene Unternehmen sucht.

      Den Mandanten gefügig machen. Es gibt in Deutschland ja nicht nur eine einzige Schule für angehende Steuerberater/Beraterinnen und auch nicht nur von einem Institut, das erlernen zur Schulung eines Kunden zum gläsernen Mandanten tritt häufiger auf als man denkt und dies besonders bei den großen Instituten für Steuerberater, die Namen dieser Schulen möchte ich hier nicht nennen, durch Insider-Informationen kann ich dies jedoch belegen.

      In Deutschland fehlt generell ein Netzwerk von Steuerberatern, wo ich als Kunde die Möglichkeit und Einblicke habe, einen guten Steuerberater zu finden oder besser gesagt; die Luftpumpen von den wirklich guten Beratern zu unterscheiden.

      Ein guter Steuerberater soll auch meinetwegen sogar mehr Geld verdienen können, als die gesetzlichen Regelungen es vorschreiben. Sofern nicht nur das Standardverfahren durchgezogen wird, sondern auch eine gute Beratung erfolgt, wie bspw. man auch Steuer sparen könnte.

      • Ihre Insider-Infos klingen tatsächlich erschreckend. Da habe ich wohl Glück, dass ich mit den „weißen Schafen“ zu tun habe.
        In unserem Steuerberater-Netzwerk http://www.delfi-net.de haben sich die Kolleginnen und Kollegen jedenfalls Fairness und vor allem aktive Beratung ihrer Mandanten auf die Fahnen geschrieben.
        Und ein kritischer Blick auf die Kanzlei, bevor man sich entscheidet, ist bestimmt nicht verkehrt. Schließlich ist der Steuerberater eine langjährige Vertrauensperson.

  2. Oft schrecken potentielle Mandanten jedoch vor den zu erwartenden hohen Kosten für die Dienstleistung des Steuerberaters zurück – wenngleich man diese selbst wiederum steuerlich geltend machen kann.

  3. Ich kann nur empfehlen die Entscheidung wohl überlegt zu treffen. Ein Steuerberater ist extrem wichtig und kann einem viel ärger machen. Auch wenn man das nicht denkt. Ich dachte zb mein Steuerberater wäre seriös. Leider hat es sich dann anders herausgestellt. Gerade bei honorarverinbarungen sollte man aufpassen das diese gültig und korrekt sind. Meine war leider ungültig, hat das ausgenutzt und nun knappe 28.000€ Gemäß Gebührenordnung für wenige Monate abgerechnet.

    • Hallo Thomas, die Namen deines Steuerberaters habe ich aus deinem Kommentar entfernt. Deine Erfahrungen sind mehr als ärgerlich, zumal du auch noch dafür teuer bezahlen musstest. Einen guten Steuerberater zu finden – ist daher gar nicht so einfach. Leider müssen Steuerberater für ihre Fehler nicht haften, müssten diese für ihre Fehler gerade stehen, so sehe es ganz anders aus.

  4. wegen Tippfehler noch einmal mein Kommentar:
    Ich kann die Notwendigkeit Deiner Warnungen in Deinem Blog nur bestätigen.

    Ich habe leider noch nie in meinem Leben einen Steuerberater kennengelernt,
    der wirklich eigeninitiativ aktiv beratend tätig wird zugunsten seines Mandanten.

    Deren Aktivitäten beschränken sich zumeist auf buchhalterische Tätigkeiten.

    Und wenn Fehler gemacht werden sollten,
    dann ist immer nur der Mandant schuld, niemals der Steuerberater.

    Wer glaubt,
    ein Steuerberater würde sich im Konfliktfall gegen das Finanzamt zugunsten seines Mandanten einsetzen,
    der möge weiter träumen.

    Vielmehr wird der Mandant in die Pfanne gehauen von seinem eigenen sogenannten Berater,
    wenn es hart auf hart kommt.

    Denn der Steuerberater muss ja bis an sein berufliches Lebensende mit dem Finanzamt weiterhin klar kommen.

    Wer glaubt, dass sein Steuerberater sich auf die Seite seines Mandanten stellt,
    der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

    Das geht sogar soweit,
    dass Mandanten mit dem Wissen des Steuerberaters durch diesen erpresst werden.

    Erst wird der Mandant zu zweifelhaften Geschäften animiert,
    die dieser nicht durchschauen und erkennen kann,
    und dann sitzt der Mandant in der Falle.

    Ein Mandant ist seinem Steuerberater immer, in jeder Hinsicht ausgeliefert.

    Denn wenn ein Mandant in der Lage sein sollte,
    sich gegen die Fehler und Machenschaften seines Steuerberaters wehren zu können,
    dann braucht er keinen Steuerberater,
    denn dann kann er gleich alles selbst erledigen.

    Gern darfst Du mir die Kontaktdaten der Steuerberater,
    die Deine Favoriten sind, zu senden.

    Bin darauf sehr gespannt.

    Nochmals vielen Dank für Deinen Blog.

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