Beim Geld verleihen an Freunde absichern

Wie im Artikel Geld an Freunde verleihen und Geld verleihen in der Familie bereits erwähnt, ist es auch hier sehr ratsam, dass man immer eine Absicherung trifft. Dies mag zwar für den ein oder anderen von euch etwas hart klingen, weil es sich um Freunde oder Familienmitglieder handelt, doch gerade hier, kommt es bei Zahlungsschwierigkeiten oftmals zu sehr viel Ärger.

Weshalb ist eine Absicherung so wichtig?

Hier könnte man auch eine Gegenfrage stellen. Warum sichert sich einen Bank bei einer Vergabe eines Kredites oder Darlehens ab? Weil es eine Sicherheit schafft, dass man als Verleiher des Geldes die geliehene Summe auch zurückbekommt bzw. einen wirklichen Beweis für die Vergabe des Darlehen hat.

Auch bei Freunden und der Familie absichern

Bis zu einem gewissen Geldbetrag braucht man sich sicherlich nicht abzusichern. Handelt es sich um 5, 10 oder 20 Euro, so kann man mit Sicherheit auf eine Absicherung verzichten. Geht es allerdings um größere Summen, so ist eine Absicherung sehr empfehlenswert.

Geld verleihen Absicherung

Ein Vertrag ist die richtige Absicherung

Ein schriftlicher Vertrag ist hier die richtige Absicherung. In diesem werden alle wichtigen Punkte aufgeführt, damit es zu keinerlei Widersprüchen später kommen kann. Folgende Punkte sollten im Vertrag enthalten sein.

Punkte im Vertrag:

  • Name des Geldgebers und Schuldner
  • Aktuelle Adresse beider Parteien
  • Die Summe des Darlehens
  • Die genaue Laufzeit und die Zinsen
  • Der Zeitpunkt der Rückzahlung (monatlich, jährlich oder einmalig)
  • Eventuelle vorhandene Sicherheiten (Auto, Smartphone, Uhr, usw.)
  • Beide müssen diesen Vertrag unterschreiben
  • Am besten noch durch einen dritten Zeugen bestätigen.
  • Bei größeren Summen ist ein Anwalt zu empfehlen.
  • Eine Kopie des Vertrages nicht vergessen, auch der Schuldner benötigt diese.
  • Zusätzliche Klauseln hinzufügen, die beispielsweise die vorzeitige Rückzahlung beschreiben oder die Zahlungsunfähigkeit.

Ein Vertrag schafft Sicherheit

Solch ein Vertrag schafft für beide Sicherheit. Du als Verleiher hast den klaren Beweis, dass das Geld auch an deinen Bekannten/in verliehen ist und auch dein Freund/in hat alle Bedingungen des Darlehens schriftlich vorliegen.

Ihr beide profitiert also davon. Dieser Vertrag hat auch nichts mangelndem Vertrauen zu tun, ganz im Gegenteil, man braucht hierbei nur daran zu denken, was passieren würde, wenn es nur des Geldes wegen durch Missverständnisse und Unklarheiten hier zu einem Streit kommt oder die Freundschaft dabei stark in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei Geld hört die Freundschaft auf. Diesen kennt jeder und dieser kommt nicht von ungefähr, daran sollte man immer denken.

Bei der Vergabe des Geldes absichern

Gut ist es, wenn man die Summe auf das Konto des Freundes überweist. So hat man einen zusätzlichen Beweis, dass der Freund/in diese Summe auch erhalten hat. Bei Bargeld sollte man eine Quittung ausstellen, wo der Freund unterschreibt. Auch hier wird festgehalten, welche Summe geliehen wird und wann diese übergeben wird.

Erfahrungen und Tipps

Fazit: Ein Vertrag ist die beste Absicherung bei der Vergabe eines Kredites. Sicherlich mag es für den ein oder anderen etwas hart sein, wenn man seinen Bekannten solch ein Dokument vorlegt, aber letztendlich schützt genau dieser vor eventuellen Streitereien.

Eure Meinung ist gefragt. Ab welcher Summe würde ihr auch bei Freunden einen Vertrag auflegen oder würdet ihr auf diesen verzichten. Teilt mir eure Erfahrungen mit und nutzt die Kommentarfunktion.

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