Alternative Geldanlagen – Der Garten

Was hat ein Garten mit einer Geldanlage zu tun? Diese Frage wird sich der ein oder andere vielleicht jetzt stellen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch ein Garten mehr als nur eine Rendite abwerfen kann.

Natürlich darf man hier die mögliche Rendite nicht sofort in Form des Geldes auf dem Konto sehen, wie es bei den Geldanlagen der Fall ist. Vielmehr macht sich der Gewinn anderweitig bemerkbar, was sich ebenfalls positiv fürs Portmonee auswirkt.

Alternative Geldanlagen

Der Freizeitfaktor

Wer einen eigenen Garten besitzt, der verbringt einen Teil seiner Freizeit hier. Keine Angst. Hiermit ist nicht die Gartenarbeit gemeint, sondern die reine Erholung. Je nachdem wie man seinen Garten gestaltet, so kann daraus eine richtiges Erholungsparadies werden.

Auch wenn die Gestaltung des Gartens erst einmal Geld kostet, so zahlt sich diese Investition sehr schnell wieder aus.

Wer bisher jedes Wochenende 10, 20 oder mehr Kilometer fahren musste, um dann durch ein Naherholungsgebiet einen Spaziergang zu machen oder ähnliches, der spart sich jetzt diese Zeit und auch Geld.

Solch ein Wochenendausflug kostet in durchschnittlich zwischen 40 bis 80 Euro. Verzichtet man nur zweimal im Monat darauf, so spart man monatlich 80 bis 160 Euro ein.

Monatliche Rendite: 80 bis 160 Euro

Erholung pur im eigenen Garten.

Erholung pur im eigenen Garten.

Der Fitnessfaktor

Auch diesen Punkt sollte man nicht unterschätzen. Auch wenn die Gartenarbeit etwas körperliche Ertüchtigung verlangt, so kann man sich diese auch zu Nutze machen. Der ein oder andere wird es vielleicht nicht glauben, aber, die Arbeit im Garten hält nicht nur fit, diese ist sogar noch um einiges effektiver als die meisten Fitnessstudios.

Wie? Wer fit sein möchte, der benötigt dafür keine speziellen Geräte. Schon mit sehr einfachen Übungen schafft man es wenige Wochen und Monaten zu seinem Idealgewicht bzw. Traumkörper. An dieser Stelle möchte ich auf zwei Bücher verweisen, wo sehr einfache Trainingsanleitungen erklärt sind, die man selbst auch im Garten durchführen kann:

Meine Empfehlungen:

  • David Kirsch – Der Ultimative New York Body Plan
  • Wend-Uwe Boeckh-Behrens – Das Super-Krafttraining

So spart man sich den Gang ins Fitnessstudio. Macht man selbst Sport in seinem eigenen Garten, dies regelmäßig beispielsweise von Mai bis Oktober, so erspart man sich zum einen die monatlichen Beiträge fürs Fitnessstudio, nehmen wir an, dieser liegt bei 20 bis 30 Euro, auch die oftmals überteuerten Zusatzleistungen wie Gebühren für das Duschen, Getränke und Fitnessriegel entfallen.

Zwei interessante Artikel: Ein gutes FitnessstudioEin schlechtes Fitnessstudio

Monatliche Rendite: 120 bis 180 Euro

Der Eigenanbau von Obst, Gemüse und Kräutern

Hier ist die mögliche Rendite am höchsten. Auch wenn vielleicht vor 10 oder 20 Jahren der Eigenanbau von Obst und Gemüse sehr gern von vielen Leuten belächelt wurde, so haben sich die Zeiten doch deutlich geändert und immer mehr Hobbygärtner werden Selbstversorger.

Der Eigenanbau ist leichter als vielen von euch vielleicht jetzt denken. Dies weiß ich aus persönlicher Erfahrung. Wobei ich euch an dieser Stelle auch gerne die Permakultur sehr empfehlen kann, so macht der Garten fast überhaupt keine Arbeit mehr.

Die Rendite könnt ihr hierbei sehr einfach berechnen. Schaut euch euren Lebensmitteleinkauf bzw. Kassenbon an und sucht alle die Produkte heraus, dir ihr ohne Garten während der Erntezeit normalerweise kaufen würdet.

Dies ist aber nicht nicht alles. Bei eurem Obst und Gemüse handelt es sich um Bioanbau, was den Kauf im Supermarkt um einiges teurer machen dürfte.

Jährliche Rendite: 50 bis 200 Euro

Auch der Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst lohnt sich.

Auch der Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst lohnt sich.

Die Anschaffungskosten und der Unterhalt

Wer noch keinen Garten besitzt, der muss diesen verständlicherweise kaufen. Der Kaufpreis für einen Pachtgarten ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. So bekommt man in Ostdeutschland viele Gärten für unter 500 Euro zu kaufen, mit etwas Glück sogar geschenkt. In Westdeutschland besonders in den Ballungsräumen sieht es schon wieder deutlich anders aus, hier gibt es mitunter sogar Warteliste und die Preise bewegen sich hier gleich mal bei 1.000 bis 5.000 Euro.

Anschaffungskosten:

  • Kaufpreis zwischen 500 und 1.000 Euro.
  • Einmaliger Mitgliedsbeitrag für den Verein 100 bis 300 Euro (eventuell).

Nun kommen wir zu den jährlichen Unterhaltskosten. Der größte Anteil ist hierbei die Pacht. Diese beläuft sich in der Regel auf 80 bis 200 Euro (Pacht, Steuern, Umlagen, usw.). Des weiteren kommen noch Kosten für Strom und Wasser hinzu, diese sind abhängig vom persönliche Verbrauch. Rechnen wir beim Wasserverbrauch mit Kosten von 20 Euro und beim Stromverbrauch mit Kosten zwischen 40 bis 60 Euro.

Unterhaltskosten:

  • 80 bis 200 Euro an Pacht.
  • 20 Euro fürs Wasser.
  • 40 bis 60 Euro für Strom.

Fazit: Je nachdem wie man seinen Garten unter Hinzunahme der oben genannten Punkte nutzt, sollte sich dieser nach 2 bis 3 Jahren bereits rentiert haben. Unter der Berücksichtigung, dass man sowieso eine alternative Geldanlage sucht und monatlich einen gewissen Geldbetrag investieren wollte, so kann sich der Garten sogar noch schneller rentieren.

Erfahrungen und Tipps

Welcher Meinung seit ihr? Kann ein Garten als alternative Geldanlage dienen? Nutzt die Kommentarfunktion und schildert eure Meinung.

Schreibe einen Kommentar