Aktien am Tag kaufen und verkaufen

Aktien am Tag zu kaufen und wieder zu verkaufen ist heutzutage auch für uns Kleinanleger möglich. Nun stellt sich aber die Überlegung auf, ob es sich überhaupt für uns lohnen kann, ein Aktienpaket für solch eine kurze Zeit für wenige Stunden zu kaufen oder wenige Tage, dann aber wieder zu verkaufen.

Aus eigener Erfahrung heraus kann ich sagen, dass es sich durchaus lohnen kann. Ich selbst konnte bereits an nur einem Tag einen Gewinn von über 500 Euro erzielen. Dies ist im Verhältnis zu den großen Banken und Profi-Tradern sicherlich nur eine kleine Rendite, aber ich selbst war sehr zufrieden damit.

Dieses Ergebnis konnte ich im klassischen Aktienhandel erzielen. Ich erwarb ein Aktienpaket zu Handelsbeginn und verkaufte die Aktien kurz vor Handelsschluss zu einem höheren Preis. Die Differenz aus Einkaufskurs und Verkaufskurs war mein Gewinn.

Mein Tipp: Wollt ihr wirklich erfolgreich an der Börse handeln, dann benötigt ihr auf jeden Fall ein gewisses Grundwissen darüber, wie die der Aktienhandel funktioniert und mit welchen Strategien es möglich ist, die richtigen Entscheidungen dabei zu treffen.

An dieser Stelle möchte ich gerne auf den Kurs der Börsenführerschein * von Sascha Huber und Steffen Kriese verweisen, welche seit vielen Jahren erfolgreich an der Börse handeln. Es handelt sich hierbei um einen Videokurs, der euch sehr praxisnahe, umfangreich und verständlich die Grundlagen der Börse erklärt. Ihr erhaltet dabei einen Einblick, wie ihr Gewinne erzielen und ausbauen sowie Verluste minimieren könnt.

Was brauche ich, um Aktien am Tag zu kaufen und zu verkaufen?

Wer sich von euch für diese Möglichkeit interessiert, um an der Börse zu spekulieren, wird sich mitunter genau diese Frage stellen. Zuerst benötigt ihr einen Broker eurer Wahl, welcher euch den Zugang zum Aktienhandel ermöglicht und ihr dort ein Depot eröffnen könnt. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit flatex *gemacht und habe dort mein Aktiendepot. Die Gebühren bei flatex sind meiner Meinung nach mit 5,90 Euro pro Trade sehr günstig.

Mit der Eröffnung des Depot steht euch der Aktienhandel offen und ihr könnt mit dem Handel beginnen.

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Mein Tipp: Ihr könnt eure Aktien auch wesentlich länger halten, diese müssen nicht unbedingt an einem Tag gekauft und wieder verkauft werden. Mitunter entwickelt sich im optimalen Fall der Aktienkurs über mehrere Tage noch deutlich besser und ihr könnt eine deutlich höhere Rendite erzielen.

Auf die täglichen Aktienkurse mit CFD’s spekulieren

Eine mögliche Alternative zum klassischen Aktienkauf und Verkauf kann der CFD Handel sein, wenn man bereits Erfahrung an der Börse gemacht hat und bereit ist, ein höheres Risiko einzugehen. Es handelt sich bei einem CFD ( Contract for Difference) um eine Vereinbarung zwischen euch und einem Broker. Hierbei wird die Auszahlung der Differenz zwischen Einstiegskurs und Verkaufskurs der Aktie vereinbart.

Bei einem CFD geht es also rein um die Kursentwicklung, dabei erwirbt man die Aktie selbst nicht. Zudem ist es möglich, nicht nur auf steigende Kurse, sondern auch auf fallende Kurse zu spekulieren.

Des Weiteren wird bei einem CFD nur eine Sicherheitsleistung (Margin) an den Broker fällig und nicht wie bei einem Aktienkauf, der komplette Aktienwert. Daher spricht man bei einem CFD auch von einem Hebelprodukt, weil ein deutlich geringerer Kapitaleinsatz nötigt ist.

Verlangt der Broker beispielsweise eine Sicherheitsleistung von 10 % und ihr wollt auf die Kursentwicklung von 10 Aktien im Wert von 1000 Euro spekulieren, so müsstet ihr nur 100 Euro hinterlegen. Entwickelt sich der Kurs zu euren Gunsten, dann erhaltet ihr die gleiche Rendite wie, als wenn ihr die Aktien im Wert von 1000 Euro gekauft hättet.

Mein Tipp: Wer sich für den CFD Handel interessiert, der sollte sich einen CFD Broker wie AvaTrade *suchen, welcher ein kostenloses Demokonto anbietet. Dort könnt ihr den CFD Handel ausprobieren und Erfahrungen sammeln.

Risikohinweis: Es handelt sich bei CFD’s um ein hochspekulatives Finanzprodukt und daher ist es sehr wichtig, sich auch mit den Risiken zu befassen. Es ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich sowie darüber hinaus, wenn man einen CFD nicht rechtzeitig beendet und sich der Kurs in die entgegengesetzte Richtung entwickelt.

Kleine Gewinne summieren sich zu einer großen Summe

Wer diesen Punkt berücksichtigt, reduziert das Risiko bei spekulativen Finanzprodukten deutlich. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihr mit eurem Geld beim Aktienhandel, CFD Handel oder Binären Optionen spekuliert. Die Gier hat bei diesen Finanzprodukten nichts zu suchen.

Handelt lieber etwas konservativer und nehmt lieber kleinere Gewinne mit. Wenn ihr beispielsweise pro Tag einen Gewinn von 50 Euro erzielt, so summiert sich dieser Betrag bei 10 Tagen bereits auf 500 Euro.

Informiert euch jeden Tag über die Entwicklung der Finanzwelt

Spekuliert mit Aktien nur dann, wenn ihr über das aktuelle Marktgeschehen informiert seid. Nutzt hierzu die Möglichkeiten der Börsenberichterstattung wie der Telebörse von n-TV, der Aktionär TV oder der ARD Börse. Des Weiteren gibt es zahlreiche Informationsportale, welche sich mit der aktuellen Entwicklung an den Märkten beschäftigen.

Als Anfänger erst einmal Erfahrungen sammeln

Als Anfänger muss man sich erst einmal das nötige Basiswissen aneignet. Wenn euch die Broker ein Demokonto anbieten, so nutzt diese Gelegenheit. Dort könnt ihr die verschiedenen Finanzprodukte ausprobieren und am Handel teilnehmen. Es wird auch nicht ausbleiben, dass man auch mal eine Fehlentscheidung treffen wird und somit Geld verliert, selbst Profi-Trader liegen mit ihrer Entscheidung nicht immer richtig.

Zusammenfassung – Aktien am Tag kaufen und wieder verkaufen

Der einfache Zugang zur Börse ermöglicht auch Kleinanleger in Aktien zu investieren und diese an einem Tag zu kaufen und gleich wieder zu verkaufen. Möglichkeiten hierzu gibt es unter anderem durch den klassischen Aktienhandel, dem CFD Handel und mit Binären Optionen. Wer sein Geld in Aktien investieren möchte, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei immer um eine Spekulation handelt und auch Risiken vorhanden sind, welche zu Verlusten führen können, durch die höhere Risikobereitschaft wird man allerdings im besten Fall mit einer guten Rendite belohnt.

11 Kommentare

    • Robert von Mein-Geld-Blog.de

      Beim Aktienmarkt handelt es sich immer um eine spekulative Geldanlage, es sind hohe Gewinne möglich, aber auch die Risiken sollte man nicht unterschätzen. Deine Einstellung finde ich vollkommen richtig und auch verantwortungsvoll. Die Gier nach mehr Geld bzw. Gewinnen im Aktienhandel trägt maßgeblich dazu bei, dass man mitunter nicht nur sehr schnell viele Fehlentscheidungen trifft sondern man sehr schnell dein Geld auch verlieren kann.

  1. Hallo,
    ich bin zwar kein Fan von Trading (in welcher Form auch immer), aber ich kenne mich trotzdem ein bisschen aus.
    Du hast vergessen, dass man i.d.R. mit einer Margin handelt. CFDs, Futures, OptionsScheine etc.

    Hier kauft man Wertpapiere für 1.000€ und muss beispielsweiße nur 100€ eigenes Geld bereitstellen.

    Bei einem Kursrutsch kann das zwar extreme Nachteile haben, aber gehebelte Renditen sind immer schön.

    Das ganze Trading ist eigentlich nur ein Spiel mit dem Glück…

    Viele Grüße, Chris

    • Robert von Mein-Geld-Blog.de

      Hallo Chris,

      mit dieser Form des Tradings lässt sich sicherlich sehr viel Geld verdienen. Aber wie du schon sagtest, die Nachteile sind hier sehr extrem. Es hört sich im ersten Moment sehr verlockend an, wenn man Aktien im Wert von 5.000 Euro kauft und nur 500 Euro selbst bereitstellen muss, steigt der Kurs, so sind die Renditen mehr als toll, geht der Kurs jedoch in die entgegengesetzte Richtung, so steht man plötzlich mit leeren Händen da und muss sogar noch Geld nachschießen. Gerade Kleinanleger sollten sich hier nicht blenden lassen.

      • Dafür gibt es doch bei den meisten Brokern mittlerweile den Trailing-Stopp. Ich gebe ein, ab welchem Kurs mir ein eventueller Verlust zu hoch wäre, dann schmeisst der Broker bei Erreichen dieses Kurses automatisch die Aktie raus (verkauft diese). Dann habe ich 10 Euro Gebühren, den Spread (Differenz zwischen Geld und Briefkurs) und die Differenz zwischen Kaufkurs und Trailing Stopp verloren. Das hält sich dann aber in Grenzen und man verliert mal 50-100 Euro. Vorteil: man kann auch mal beruhigt ohne Tablet PC und Kursabrufe ins Schwimmbad gehen dank Trailing Stopp.
        Seit Monaten gehen die Kurse am DAS, Tecdax, MDax stetig in die Höhe. Hier ein Minus zu machen, das ist schon ein Kunststück. Fast jede Aktie ging die letzten Monate irgendwann hoch und jeder konnte ein Stückchen vom Kuchen mitnehmen.

        Was will ich denn mit meinem Geld bei der Bank; krieg ich doch nix für. Lebensversicherung: ein Haufen Geld weg für wenig Zins, Staatsanleihen bei denen man was kriegt an Zins sind riskant (Italien, Griechenland z.B.). Wer sein Geld erhalten will und/oder sogar mehr draus machen will kommt an Aktien nicht vorbei.

        • Robert von Mein-Geld-Blog.de

          Hallo Michael, sicherlich hast du mit deinen Argumenten vollkommen Recht. Das Trailing-Stopp sollte jedoch gut durchdacht sein und regelmäßig angepasst werden. Kommt es mal bei einer Aktie zu größeren Kursschwankungen in kurzer Zeit, so sollte man hier immer schnell handel, gerade wenn der Stop-Kurs mit einem niedrigen Wert schließt, die Aktie automatisch verkauft wird und kurze Zeit später nachbörslich der Wert wieder steigt, so bin ich diese Aktie los.

          Meine Prognose zum DAX: Ich möchte hier nicht von der nächsten Blase sprechen, jedoch wird es in den nächsten Monaten deutlich Rücksetzer geben, dann geraten wieder alle in Panik und der DAX pendelt sich bei 6500 bis 7500 Punkten ein. Spätestens wenn die EZB oder FED den Leitzins hebt, dann wird es Korrekturen geben. Achtung: Es handelt sich hierbei um keine Beratung bzw. Empfehlung!

          • Ja, Du hast Recht. Das mit dem Stopp will gelernt sein. Ich habe das jetzt erstmalig bei einer Aktie gemacht und wahrscheinlich den Stopp nach unten zu niedrig gesetzt, so daß es mich vielleicht in Kürz raushauen wird.

            Der Crash wird wahrscheinlich in irgendeiner Weise kommen; also besser ständig gucken was los ist und das die Aktien die man hat nicht abschmieren. Mein Ziel ist es jeden Tag mit einer Summe reinzugehen, einen zu erwischen der mindestens 1% hochgeht und dann gleich raushauen. Den Gewinn vom Tag auf meine Summe drauf und am nächsten Tag das gleiche Spiel. Habe bei Facebook (gut, daß ich nicht panisch wurde) und anderen gemerkt, wie anstrengend es ist, ständig Aktien verfolgen zu müssen. Wenn mein „‚System“ nur an 10 Tagen pro Monat funktioniert (Tage mit Verlusten werden sich nach dem was ich so von anderen gelesen habe und aufgrund meiner erworbenen Erfahrung mindestens mit denen aufheben die auch mal 4% -.5% oder mehr abgehen pro Tag ausgleichen. Das ist zwar auch ein Schneeballsystem, aber hoffentlich ein gutes. Was ich bislang auf den Teufel noch nicht rausbekommen habe ist, wie ich steuerlich behandelt werden würde, wenn ich dies „hauptberuflich“ mache und dabei ja nur mein Privatvermögen einsetze. Will man dann über die 25% Abgeltungssteuer plus Soli noch was von mir?

  2. Aktien gehören in die Kategorie der langfristigen Geldanlagen. Kurzfristig gehandelt ist die Aktie hochgradig gefährlich. Langfristig gesehen sind Verluste praktisch unmöglich.

    Kurzfristiges handeln an der Börse ist auch ein Hauptgrund dafür, warum Privatanleger kläglich versagen können. Das sollte dann doch Profis vorbehalten sein.

    Standartwerte unterbewertet kaufen und lange halten. Am besten über Jahrzehnte. Das bringt meiner Meinung nach immer noch die beste Rendite.

    • Robert von Mein-Geld-Blog.de

      Theoretisch würde eine Aktie auch als langfristige Geldanlagen funktionieren. Sofern du einige gute stabile Werte im Depot hast und deren Unternehmen Jahr für Jahr eine gute Dividende ausschütten, so kann man hier eine gute Rendite erzielen. Aber auch hier muss man achtsam sein, besonders der Kleinanleger. Ein gutes Beispiels war hier die Dotcom-Blase 2000 oder die Immobilien-Kriese und dessen Folge. So brachen innerhalb weniger Wochen die Werte fast aller Aktien massiv ein. Daher sollte auch langfristige Anleger sich mindesten einmal am Tag einen Überblick verschaffen.

      • Das stimmt natürlich!

        Kleinanleger sollten auf Standardwerte wie z.B. Henkel, Deutsche Post usw. setzen. Diese Unternehmen schütten auch regelmäßig Dividenden aus. Am besten große Konzerne, welche die Grundbedürfnisse des Menschen befriedigen.

        Auch sollten breitgestreute Fonds oder ETFs nicht außer Acht gelassen werden. Das Risiko am besten breit streuen und damit Verluste begrenzen.

  3. Es wird immer Menschen geben die einem vom Aktienmarkt abraten und dafür unterschiedliche Gründe nennen. Ob dies nun wahr ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, dass Menschen die nicht in den Aktienmarkt investieren, einen gewaltigen Fehler machen. Klar, es kann immer zu Kursverlusten kommen, aber langfristig ist man auf der sicheren Seite, dazu gibt es auch unterschiedliche Studien.
    Ich bin hauptberuflich Daytrader und würde jedem, der mit dem Daytrading beginnt, eine Ausbildung empfehlen. Firmen wie tradac.info/trader-ausbildung/traden-fuer-anfaenger bieten solchen Kurs kostengünstig an. Wenn es aber um das Thema Aktien geht, dann sind da einige Bücher und das „kostenlose“ Internet genug. Ich möchte dabei niemanden einen falschen Rat mit auf den Weg geben, aber mit ein wenig Durchblick sollte das für Jeden funktionieren. Einige Bluechips sind auch im Moment kostengünstig und versprechen langfristigen Erfolg.

    Alles liebe,

    Stefan

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