1000 Euro für ein Jahr anlegen

Wer 1000 Euro zur Verfügung hat und diese über ein Jahr anlegen möchte, für den gibt es mehrere Geldanlagen. Allerdings sollte man sich hier von Anfang an überlegen, wie viel Zeit ich in diese Geldanlage stecken möchte. Des weiteren kommt auch noch der Punkt hinzu, dass ihr bei 1.000 Euro keine allzu hohen Gewinne bzw. Zinsen erwarten könnt, aber dennoch lohnt es sich natürlich trotzdem, diese 1000 Euro anzulegen und nicht für irgendwelche unnützen Konsumgüter wieder auszugeben.

1000 Euro für ein Jahr anlegen

Lohnen sich 1.000 Euro auf einem Festgeldkonto?

Ja und nein. Sicherlich hat das Festgeld den großen Vorteil, dass die Zinsen über den gesamten Anlagezeitraum stabil bleiben, da diese bei Beginn mit der jeweiligen Bank vereinbart wurden. Doch werdet ihr sehr häufig nur wenige Banken finden, wo man ein Festgeldkonto bereits mit nur 1000 Euro eröffnen kann, häufig verlangen diese eine Mindesteinlage von 3.000 oder 5.000 Euro, des weiteren sind die Anlagezeiträume auch deutlich höher.

Die möglichen Zinsen liegen derzeit bei 0,75 bis 1,75 Prozent, nach einem Jahr hättet ihr somit einen Zinsgewinn von 7,50 bis 17,50 Euro.

1.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto anlegen

Wer seine 1000 Euro ständig verfügbar haben möchte, der sollte sein Geld auf ein Tagesgeldkonto hinterlegen. Hier bekommt ihr Zinsen und trotzdem könnt ihr die 1000 Euro jederzeit wieder abbuchen. Momentan liegen die Zinsen beim Tagesgeld je nach Bank bei 0,5 bis 1,65 Prozent, hiermit hättet ihr also einen Zinsertrag zwischen 5 Euro und 16,50 Euro.

1.000 Euro in einen Fonds anlegen

Ein Investment-Fonds hat den großen Vorteil, dass es sich hierbei nicht nur um eine einzige Geldanlage im herkömmlichen Sinne handelt. Hierbei werden viele Anlagewerte zu einem Finanzprodukt in Form eines Anlagefonds zusammengesetzt. Wobei solch ein Fonds erst sich nach mehreren Jahren lohnt.

Lässt man die verschiedenen Fonds-Produkte der Anbieter außen vor, so wäre eine Rendite von 3 bis 5 Prozent durchaus realistisch. Jedoch sollte man auch daran denken, dass es sich auch bei einem Fonds um eine spekulative Geldanlage handelt, somit besteht auch hier das Risiko eines Wertverlustes  Deshalb schaut euch die Fonds-Produkte ganz genau an und lasst euch nicht nur von möglichst hohen Renditen blenden, denn je höher die Rendite, desto hoher ist auch das Risiko. Zusätzlich müssen auch eventuell anfallende Gebühren der jeweiligen Anbieter beachtet werden.

1.000 Euro an der Börse anlegen

Wenn du volles Risiko gehen möchtest und beispielsweise 1.000 Euro in Aktien eines Unternehmens investierst, diese jetzt zu einem günstigen Kurs einkaufst und ein Jahr später verkaufst so könnten bei DAX-Werten ein möglicher Gewinn von 200 bis 400 Euro möglich sein. Aber sollte man hier nicht mit der rosa-roten Brille herumlaufen und realistisch bleiben. Wobei sich diese Rechnung nur darauf bezieht, dass du diese 1000 Euro einmal fest für das ganze Jahr anlegen möchtest.

Bei der Aktiendividende sieht es schon wieder ganz anders aus. Wenn wir bei den DAX-Werten bleiben und der Tatsache, dass die Unternehmen gut wirtschaften und dementsprechend auch Dividende an ihre Anleger auch auszahlen, so wäre hier eine realistische Rendite je Aktien von 1 bis 4 Prozent durchaus denkbar. Je nach Wert der Aktie (Stand Mai 2013) wären dies zwischen 50 bis 100 Euro.

Fazit: Bei einer Anlagesumme von 1.000 Euro und nur einen Anlagezeitraum von einem Jahr dürft ihr hier keine allzu großen Gewinne erwarten, dennoch lohnt es sich immer, sein Geld anzulegen.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde es immer wieder sehr deprimierend zu sehen, wie wenig Zinsen man tatsächlich für sein Geld bekommt. Gut, immerhin kann man die Inflation somit übergehen und das Geld wird nicht weniger Wert. Aber so wirklich Gewinn kann man damit ja auch nicht mehr machen.

    • Derzeit sind die Zinsen wirklich sehr niedrig. Solange die EZB den Leitzins so niedrig hält, so wird sich hieran auch erstmal nichts groß ändern. Wer seine 1.000 Euro nicht unbedingt ausgeben muss, der sollte es in irgendeiner weise anlegen und wenn ich dafür am Ende des Jahres nur 5 Euro an Zinsen bekomme, so habe ich diese 5 Euro zusätzlich. Wenn sich eine Frau hingegen für 1000 Euro ein paar Schuhe oder ein Mann für 1000 Euro einen Fernseher kauft und diese verkaufen ihre Errungenschaften nach 3 Monaten wieder, so wird die Frau für ihre Schuhe im besten Fall noch 500 Euro und der Mann für seinen Fernseher noch 600 Euro bekommen, der mögliche Wertverlust liegt hierbei also bei 50 Prozent und mehr. Man darf auch nicht vergessen, dass es auch mal wieder bessere Zeiten geben wird und die Zinsen dann auch steigen werden.

  2. Selbst in der Hochzinsphase um das letzte Boomjahr (2006) herum hat man aufs Tagesgeld nur ca. 3,5% Zinsen bekommen. Bei einer Inflation von 2 bis 2,5% ist der reale Zins trotzdem nur 1 bis 1,5% gewesen. Bei solchen Beträgen lohnt sich das reine Sparen auch nicht.
    Gut, jetzt ist der reale Zins negativ und unser Geld verfällt auf dem Konto – aber das reißt es dann auch nicht mehr raus.

    Es ist im Endeffekt egal womit man Spekuliert: Gold, Aktien usw. – das Kursrisiko ist immer da. Wichtig ist nur, dass man die Verluste begrenzt durch automatische Verkaufsorders. Gewinne dagegen kann man ewig laufen lassen und sichern. Langfristig sollte man damit im Plus landen und mehr aus dem Geld machen als die Zinserträge.

    • Für sehr konservative Anleger ist ein Tagesgeldkonto auch bei einem real Zins von 1,5 Prozent immer noch eine gute Möglichkeit. Gerade wenn diese sich nicht weiter mit Aktien & Co beschäftigen wollen.

      Du hast vollkommen Recht. Wenn man seine Verluste durch Stopp-Kurse minimiert und auch lernt kleinere Gewinne mitzunehmen, so ist diese Variante deutlich profitabler.

      Doch bei einer Anlagesumme von 1.000 Euro beispielsweise an der Börse müssen die Aktien immer ein gewisses Maß an Gewinnen abwerfen, da auch Gebühren an den Broker gezahlt werden müssen.

      Was für Profis kein großes Problem darstellen sollte, da dieser auch mal riskante Wertpapiere kaufen kann, so sieht dass bei dem kleinen Sparer schon wieder ganz anders aus.

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