1000 Euro an Freunde verleihen

1000 Euro ist viel Geld, besonders umso mehr, wenn man diese 1000 Euro an einen Freund oder eine Freundin verleihen möchte. Auch wenn ihr wegen des Freundschaftswillen die 1000 Euro sofort verleihen möchtet, so kann ich euch zuvor nur empfehlen, dass ihr gewisse Vorbereitung trefft, die ich hier jetzt ansprechen werde.

1000 Euro Freunde verleihen

Kannst Du für länger Zeit auf die 1000 Euro verzichten?

Auch wenn dir deine Freunde versprechen, dass das geliehene Geld bereits nach kurzer Zeit zurückgezahlt wird, so gehe trotzdem davon aus, für eine gewisse Zeit dennoch auf das Geld zu verzichten. Es nützt deiner Freundin oder deinem Freund nur sehr wenig, wenn du heute die 1000 Euro verleihst und du selbst plötzlich nach 3 Tage dieses Geld benötigt, so wäre Stress und mitunter auch Ärger vorprogrammiert. Verleihe also nur 1000 Euro, wenn du auf diese für eine gewisse Zeit nicht benötigst.

Wofür werden die 1000 Euro benötigt?

Es ist dein Geld, somit hast Du auch das Recht dazu, zu erfahren, wofür dieses Geld benötigt wird. Werden die 1000 Euro dazu benötigt, damit deine Freunde einen ausgiebigen Einkaufsbummel machen können oder es werden Konsumgüter finanziert, deren Kauf völlig unnötig ist, so sind dies nicht gerade die besten Argumente dafür, deine 1000 Euro zu verleihen. Anders sieht es hingegen aus, wenn deine Freunde plötzlich sehr dringend Geld benötigen und wirklich Hilfe brauchen. Muss das Auto plötzlich 1 Woche vor Monatsende in die Werkstatt und die Reparaturkosten müssen beglichen werden, der Kühlschrank ist kaputt oder die Betriebskostenabrechnung ist deutlich höher ausgefallen, so ist die Begründung für den Verleih der 1000 Euro schon deutlich plausibler.

Ein schriftlicher Vertrag ist unverzichtbar?

Grundsätzlich sollte bei solch einer Summe auch unter Freunden ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen werden. In diesem Vertrag werden alle Bedingungen und Konditionen ganz genau festgehalten und durch beide Parteien unterschrieben, im besten Fall unterschreibt sogar noch eine dritte Person als Zeuge diesen Vertrag. Sollten der Freund oder die Freundin das Geld nicht zurückzahlen, so kann im Ernstfall vor Gericht dieser Vertrag als Beweismittel genutzt werden.

Beispiel:

Ich (dein Name) leihe dir (Name des Freundes) am (Datum) genau 1000 Euro in bar. Mit deiner Unterschrift bestätigst du den Erhalt dieser 1000 Euro. Das Geld wird in 12 Monatsraten zu je monatlich 100 Euro an mich zurückgezahlt, die Rückzahlung beginnt am (Datum), der Empfand jeder Rückzahlung wird dabei schriftlich bestätigt.

Ort:                            Kreditgeber:                           Kreditnehmer:                        

Natürlich kann man hier noch Bedingungen für die Zinsen oder mögliche Bürgschaften festlegen.

Zinsen von Freunden verlangen?

Dies bleibt euch überlassen, ob ihr Zinsen von euren Freunden verlangt oder nicht. Ihr könnt zwar einen Zinssatz eurer Wahl festlegen, allerdings sollte man realistisch bleiben. Ein Zinssatz von 2 bis 3% ist akzeptable.

Geld verdienen mit dem Verleih von Geld

An dieser Stelle möchte ich euch gerne eine Möglichkeit vorstellen, wie man durch den Verleih Geld verdienen kann. Im Artikel ,,Geld verleihen und Geld verdienen“ gibt es nützliche Tipps zu dieser Thematik.

Fazit: 1000 Euro ist viel Geld. Möchtet ihr dieses Geld an eure Freunde verleihen, so nutzt die hier eben angesprochenen Tipps. Ein schriftlicher Vertrag darf dabei auf keinen Fall fehlen. ,,Bei Geld hört die Freundschaft auf“ – Dieses Sprichwort gibt es nicht ohne Grund.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ein interessanter Artikel, der einem nochmal wachrüttelt, dass man auch bei Freunden/-innen darauf achten sollte wem und warum man das Geld verleiht.

    Denn nicht immer wird das Geld sinnvoll ausgegeben.

    Aber ist das irgendjemand passiert? Das bekannte von einem 1.000€ leihen wollten?

  2. Hallo Robert. Du hast hier ein sehr interessantes und sensibles Thema aufgegriffen. Der Tipp mit dem schriftlichen Vertrag ist dabei absolut berechtigt. Allerdings würde ich persönlich keinem Freund Geld leihen, wenn ich das Gefühl hätte, dass ich hierfür einen Vertrag benötige.

    @Björn Ich kenne ein Beispiel, wo der Geldverleih in einem sehr großen Stil stattgefunden hat. Mein ehemaliger Karatelehrer musste mit seiner Familie aus seiner Mietswohnung ausziehen, weil der Vermieter die Wohnung zum Eigenbedarf benötigte. Über 100 Mitglieder haben damals zusammengelegt, damit er eine kleine Halle kaufen konnte, die zum Dojo mit Wohnung umgebaut wurde. Die Kosten betrugen mehr als 200.000,- €. Finanziert wurde das ausschließlich durch Spenden und dem kostenloses Verleihen von Geld.
    Gruß, Manuel

    • Hallo Finanzello, selbst wenn ich wüsste, dass ich das Geld zu 100% zurückbekommen würde, so wäre ein schriftlicher Vertrag dennoch angebracht, es handelt sich hierbei um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Man braucht sich doch nur einmal die ganze Erfahrungsberichte im Netz durchzulesen, wo Freunde das Geld nicht mehr zurückgezahlt haben oder ständig mit neuen Ausreden kommen, die geprellten Freunde stehen ohne Vertrag dann hilflos da.

      • Ja, da gebe ich dir recht – sicher ist sicher.

        Doch selbst ein Vertag kann nicht 100% davor schützen, dass das Geld eventuell weg ist.

        Wenn beim Freund nichts mehr zu holen ist, bzw. zuerst Banken, Creditreform oder sonstige Vertragspartner bedient werden, ist ein Vertrag relativ wertlos. Das sollte man bedenken, bevor man einen vereinbart.

        • In deinem genannten Beispiel würden bei mir auch alle Alarmglocken klingen und der Verleih der 1000 Euro würde hier keinesfalls zustande kommen.

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