Geld richtig anlegen – Die 4 Säulen können dabei helfen

Bei der Wahl der passenden Geldanlagen gibt es viele Punkte, welche berücksichtigt werden sollten. Eine entscheidende Grundlage dabei sind die persönlichen Anforderungen an den eigenen Vermögensaufbau. Wenn ihr langfristig eine erfolgreiche Anlagenstrategie verfolgen möchtet, die euch wiederum eine gute Rendite ermöglicht, so ist es sehr empfehlenswert, wenn ihr euch unter anderem an den vier folgenden Punkten orientiert.

1. Säule – Die Liquidität

Die erste Säule ist sehr wichtig. Es handelt sich hierbei um Geldanlagen, welche euch jederzeit ausreichend Liquidität ermöglichen. Sehr gut eignet sich hierzu ein Tagesgeldkonto. Dort könnt ihr jederzeit euer Geld einzahlen und wieder herunterholen. Warum ist die Liquidität so wichtig? Zum einen ermöglicht euch die Liquidität mehr Spielraum und zum anderen, seit ihr erst einmal nicht längerfristig an eine Laufzeit gebunden. Des Weiteren dient euch beispielsweise das Tagesgeldkonto dazu, eine größere Summe anzusparen, welche ihr dann später längerfristig für Geldanlagen mit einer höheren Rendite verwenden könnt.

Geld anlegen Säulen

Mein Tipp: Legt euch noch ein Barkonto an. Hierbei handelt es sich um ein zusätzliches Konto, wo ihr jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag einzahlen könnt. Hierbei kann es sich um ein Unterkonto eures Girokontos handeln oder um ein weiteres Tagesgeldkonto. Den monatlichen Geldbetrag könnt ihr dabei selbst bestimmen. Es kann sich dabei um 25 Euro, 50 Euro, 100 Euro oder noch mehr Geld handeln.

Wie trägt dieses Barkonto zum Vermögensaufbau bei? Die dort verfügbare Ersparnis schützt alle anderen Geldanlagen. Steht bei euch einmal eine größere Investition an, welche nicht geplant ist wie beispielsweise die Reparaturkosten des Autos oder der Kauf einer neuen Waschmaschine, so greift ihr auf dieses Geld zurück.

Ihr seid somit nicht gezwungen, auf das Geld in den Geldanlagen zurückzugreifen oder einen Kredit aufnehmen zu müssen, der mitunter dafür sorgen kann, dass euch in den nächsten Wochen oder Monaten weniger Geld für den Vermögensaufbau zur Verfügung stehen wird.

2. Säule – Die Sicherheit

Kein Anleger ist gleich und jeder von uns hat andere Vorstellungen bei der Wahl der Geldanlage. Die zweite Säule setzt darauf an, sich im klaren darüber zu sein, welche genauen Anforderung man an die Geldanlagen hat.

Es gibt Anleger, welche eine möglichst hohe Rendite erreichen möchten und vornehmlich bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen und sich somit für spekulative Anlagen zu entscheiden und es gibt wiederum konservative Anleger, die vermehrt auf Sicherheit setzen und eine geringere Rendite akzeptieren.

3. Säule – Der zeitliche Aufwand

Die Sicherheit hat nicht nur etwas mit der reinen Rendite zu tun. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die verfügbare Zeit des Anlegers, welche er bereit ist, für seinen Vermögensaufbau zu investieren.

Sicherlich mag beispielsweise die Rendite beim Aktienhandel sehr attraktiv sein. Wenn ihr allerdings nur wenig Zeit aufbringen könnt, um sich ausführlich mit dieser Anlage zu befassen, ist es durchaus sinnvoll, eine Anlage mit einer geringeren Rendite zu wählen, die euch dennoch ein stabiles Wachstum versprechen kann.

Was nützt euch ein eigenes Aktiendepot, wenn ihr durch den Zeitmangel und die dadurch mangelnde Kenntnis des aktuellen Marktes eine Entscheidung trefft, die zu Verlusten führen kann. Ein Aktienfonds wäre mitunter hierbei die bessere Wahl. Hierbei müsst ihr nicht selbst tätig werden und ihr könnt dennoch von den Aktienmärkten profitieren. Es ist lediglich erforderlich, regelmäßig die Entwicklung des Aktienfonds zu beobachten.

4. Säule – Die Streuung des Geldes

Auf lange Sicht ist es sehr ratsam, sein Geld auf mehrere verschiedene Anlagen mit unterschiedlichen Renditen zu verteilen, dadurch könnt ihr eure durchschnittliche Rendite erhöhen. Die Streuung des Geldes wirkt sich dabei sowohl für konservative als auch spekulative Anleger positiv aus.

Konservative Anleger können ihr Portfolio erweitern und einen kleineren Prozentsatz ihres Geldes für spekulative Anlagen verwenden. Ein Großteil des Geldes bleibt dabei weiterhin bei den sicheren Geldanlagen und der kleinere Teil kann eine höhere Renditechance ermöglichen.

Spekulative Anleger können wiederum einen Teil ihres Gewinns abziehen und in eine sichere Anlage einzahlen. Dadurch bleibt dieser Gewinn von weiteren Spekulationen unberührt und dient als finanzieller Puffer.

Zusammenfassung – Geld richtig anlegen – Die 4 Säulen können dabei helfen

Die 4 Säulen können euch dabei helfen, die richtigen Geldanlagen für euren Vermögensaufbau zu finden. In einem Artikel der Nassauische Sparkasse wird ebenfalls gut beschrieben, dass es sinnvoller ist, sein Geld nicht auf eine, sondern auf mehrere Geldanlagen zu verteilen. Die Sparkasse verwendet hierzu den Begriff ,, magisches Dreieck“. Die Anlagenstrategie baut dabei auf drei Eckpunkten auf. Hierbei handelt es sich um die Sicherheit, die Liquidität und die Rendite.

Weitere interessante Artikel zum Thema Geld anlegen:
  • Wie viel Geld steht mir zum Geld anlegen zur Verfügung? – Bevor ihr euch überhaupt auf die Suche nach einer Geldanlage begebt, so stellt euch vorab genau diese Frage. Erstellt euch hierzu am besten einen Überblick über eure Finanzen.
  • Ab wann sollte man Geld anlegen? – Geld sollte man immer dann anlegen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Wann ist solch ein Zeitpunkt? Sobald ihr Geld übrig habt oder sich durch den monatlichen Verdient ein genereller Überschuss bemerkbar macht, so wäre die eine sehr gute Gelegenheit. Grundsätzlich solltet ihr immer daran denken, dass sich das Anlegen des Geldes zu jederzeit lohnt.
  • Sollte man sein Geld sicher anlegen? – Persönlich bin ich der Meinung, dass man ein Teil seines Geldes immer sicher anlegen sollte. Warum? Weil man nicht sein ganzes erspartes Geld auf eine Karte bzw. Geldanlage setzen sollte.
  • Sind spekulative Anlagen für mich geeignet? – Diese Frage finde ich persönlich sehr wichtig und jeder der von euch plant, in Zukunft seinen Vermögensaufbau auszubauen, sollte sich in aller Ruhe genau diese Frage stellen.
  • Welcher Typ von Anleger bin ich? – Geldanlage gibt sehr viele, was auch gut ist. So kann man eigentlich auch sagen, dass es für jeden Anleger auch die passenden Geldanlage gibt. Doch nicht jedes Finanzprodukt passt zu jedem Anleger, daran solltet ihr immer denken. Geld verloren durch die falsche Geldanlage Hat ein Anleger die falsche Anlage gewählt.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Guten Morgen,

    eine klare Herangehensweise an die Geldanlage beschreibst du da.

    Was den zeitlichen Aufwand angeht, sollte die meiste Zeit in die Wissensaneignung investiert werden. Das bringt mehr Rendite als Kurse zu beobachten. Habt ihr euch ein gewisses Wissensfundament angeeignet, läuft die Geldanlage fast wie von alleine.

    Schönes Wochenende
    Marco

  2. Hallo zusammen,

    vielen Dank für den Einblick, dass ist eine gute Basis für die Geldanlage. Ich bin derzeit auf der Suche nach der richtigen Möglichkeit, mein Geld anzulegen und stimme Marco da zu – wichtig ist, sich viel mit dem Thema zu beschäftigen und sich einzulesen, um überhaupt erst mal zu wissen, was es überhaupt für verschiedene Anlagealternativen gibt. Ich kannte bisher auch nur das klassiche Spar-, Fest oder Tagesgeldkonto, Bausparer und Co – eben alles was sicher ist, konservativ, aber bei dem Zinsniveau zur Zeit eben auch nicht wirklich viel Rendite bringt. Beispielsweise wusste ich überhaupt nicht, dass man auch in Versicherungen Geld anlegen kann oder Crowdinvesting eine immer attraktivere Alternative wird, wie der folgende Ratgeber schreibt: https://www.unternehmerich.de/Vergleich-Geldanlage.html – Auf was für Anlagemethoden würden Sie denn eher etzen? Ich hatte mir überlegt, Crowdfunding in Unternehmen oder Immobilien zu versuchen, zusätzlich ein Teil in Aktienfonds und den Rest dann weiter auf den sicheren Pferden. Die Sache mit dem extra Konto oder Tagesgeldkonto werde ich dabei auch direkt berücksichtigen, dass ist eine gute Idee, wenn man dann doch mal schneller an sein Geld heran muss.

    Danke und beste Grüße,
    Merle

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